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BBS Aktuell

Gemeinsame Aktion im BOZ
29.08.2016

Trendige Palettenmöbel

Der Lärmpegel in der Holzwerkstatt gleicht fast dem einer Autobahnbaustelle. Statt dröhnenden Presslufthämmern wird hier gesägt, geschliffen, geschraubt, Holzlatten mit Hammer und Stecheisen bearbeitet. Im Hintergrund dudelt das Radio. Kurzum: Es herrscht ein reges handwerkeln an diesem Vormittag in den Arbeitsräumen des Berufsorientierungszentrums (BOZ).

Elf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren stehen zum Teil in sich versunken an den Werkbänken und „zimmern“, was das Zeug hält. Dahinter steckt nicht nur viel Spaß, sondern auch die ehrgeizige Motivation, innerhalb von zwei Tagen zwei Garnituren Palettenmöbel für das Jugendwerk fertig zu stellen.
Das Sommer-Projekt hatten sich JUGEND STÄRKEN im Quartier, die Beratungsstelle Blinker (beide BBS) sowie das Jugendwerk gemeinsam überlegt und den Jugendlichen zur freiwilligen Teilnahme angeboten. Fünf Mädchen und sieben Jungen hatten sich kurzfristig gemeldet. „Eine gute Zahl“, freut sich Lisa Wottke, Sozialpädagogin beim BOZ. Sie ist vor allem von dem Engagement der Mädchen und Jungen begeistert: „Am ersten Tag gab es noch einige Anlaufschwierigkeiten, sie wussten ja noch nicht, was auf sie zukommt. Am zweiten Tag standen die Teilnehmer schon vor dem offiziellen Projektbeginn vor der Tür.“
Nicole und Luisa versuchen gerade, die alten Nägel und Schrauben aus dem Palettenholz zu ziehen. Mit gezielten Hammerschlägen ist Luisa im Nu fertig. „Ich habe im Fach Kunst in der Schule schon mal mit der Säge gearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht und deshalb habe ich mich gerne zu der Aktion hier gemeldet.“ So ganz ungeschickt stellt sie sich auch nicht an. „Meine Finger sind alle noch heil“, lacht die Dreizehnjährige. Neben Lisa Wottke sind aber auch Christine Miedecke (Beratungsstelle Blinker), Jan Woltering (BOZ) und Birgit Große Lembeck, Sozialpädagogin beim Jugendwerk, mit Rat und Tat zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Viele zeigen jedoch ein gutes handwerkliches Geschick. So wie Nicole. „Das liegt bei uns aber in der Familie“, schmunzelt die Vierzehnjährige. „Mein Vater ist Tischler, da musste ich ihm schon manches Mal zur Hand gehen.“ Gelernt ist halt gelernt.
Inzwischen baut eine kleine Gruppe draußen das Maler-Equipment auf, legt Decken als Bodenschutz aus, stellt Farbe und Pinsel bereit. Eine schicke Patina - und die Indoor-/Outdoor-Möbel (natürlich ganz cool mit Rollen zum leichteren Transport), können schon bald die Jugendwerk-Räume verschönern.
„Das war eine runde Sache. Wiederholung nicht ausgeschlossen“, sind sich die Organisatoren einig. „Vor allem, weil wir bei diesen Jugendlichen das Ziel erreicht haben, Hemmschwellen abzubauen und sie mit unseren Angeboten und Einrichtungen in Kontakt zu bringen.“

 

Infokasten:
Die eigenen Ressourcen entdecken, soziale Kompetenzen ausbauen oder den Schulabschluss doch noch in Angriff nehmen - dabei soll das Bundesprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“, getragen von der Stadt Ahaus und umgesetzt vom Berufsorientierungszentrum (BOZ), unterstützen. In Ahaus werden im Rahmen des Programms zwei Projekte initiiert: Beratungs- und Clearingsstelle sowie die Interessenswerkstatt.
Bei der Beratungsstelle Blinker“ handelt es sich um ein offenes Beratungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die Unterstützung bei der beruflichen, schulischen und persönlichen Perspektiventwicklung benötigen.
Das Jugendwerk Ahaus e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Ahaus und in den Ortsteilen anbietet.

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