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Aktuelles

Einjähriges im Soziallädchen:

Das jüngste „Kind“ hat das Laufen gelernt

 

Die „Geburt“ war vielleicht mit einigen Hindernissen behaftet - aber inzwischen hat das „Soziallädchen“ das Laufen gelernt: Seit einem Jahr werden im „Haus der Integration“ junge Geflüchtete betreut und bei ihren ersten Schritten in der neuen Heimat unterstützt. Lädchen wie auch Jugendwerkstatt – beide unter der Leitung des Berufsinformationszentrums (BOZ) der BBS - arbeiten hier Hand in Hand. Auf Empfehlung der Verwaltung hat jetzt der Sozialausschuss der Stadt Ahaus grundsätzlich die Fortsetzung der Förderung bis 2020 beschlossen. „Das erleichtert uns nicht nur unsere Arbeit, auch unsere Planungen können wir nun besser - und vor allem mit mehr Sicherheit - ausrichten“, freuen sich BOZ-Leiter Norbert Buß sowie sein Lädchen-Team mit Anna Fleer und Marina Butzert.

                                                     

 

Das „Soziallädchen“, konzipiert als Sozialkaufhaus nicht nur für Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch für Ahauser mit engem finanziellen Spielraum, ist dabei nur ein Baustein im Gesamtkonzept. Hier lernen die Teilnehmer der Maßnahme, die übrigens aktuell wieder voll belegt ist, ihre sozialen Kompetenzen zu schulen. Eine geregelte Tagesstruktur, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen sind Eigenschaften, die auch auf dem Arbeitsmarkt vorausgesetzt werden und hier eingeübt werden können. 

Der Ausbau der Sprachkompetenz, das Ausprobieren des handwerklichen Geschicks in der Jugendwerkstatt wie auch die Entwicklung und Stabilisierung der eigenen Persönlichkeit und die Förderung der Integration sind weitere Ziele. Die enge Kooperation mit örtlichen Bildungsträgern sowie die Teilnahme am begleitenden VHS-Unterricht sind ebenso wichtige Merkmale in der Maßnahmenstruktur. 

„Mit dem Soziallädchen „Fairwert-Bar“ wurde ein funktionierendes Angebot mit umfangreicher Ausstellungsfläche, einer Cafeecke, einer Küche, einem Büro, Sanitäranlagen sowie einem gemeinsam genutzten Klassenraum installiert. Der rege Besucherstrom zeigt, dass es uns gelungen ist, hier eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen“, sind Norbert Buss, Anna Fleer und Marina Butzert stolz. 

Zwei Teilnehmer haben in den letzten Monaten den Zugang zum Integrationskurs geschafft, einer absolviert den B2-Kurs an der BBS mit dem Ziel, sein Studium fortzusetzen. Ein Langzeitarbeitsloser konnte eine versicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung aufnehmen. Seit kurzem gibt es im „Haus der Integration“ auch eine weibliche Teilnehmerin, eine zweite steht auf der Anmeldeliste.

 

 

Als Schafhirte das Geld verdient

Ahaus. Reko ist vor drei Jahren aus dem Irak nach Deutschland gekommen. Nach 20-tägiger Flucht aus seinem Heimatland kam er nach Ahaus. Der 30-Jährige ist einer der ersten Bewohner im „Haus der Integration“ an der Hindenburgallee.

                                                        

Deutsch sprechen konnte der junge Mann vor zwölf Monaten noch nicht. Auch heute fällt es ihm noch schwer, sich verständlich auszudrücken. Im Irak ist er kaum zur Schule gegangen, sondern musste auf seine Geschwister aufpassen und das Geld für den Lebensunterhalt als Schafhirte sowie auf diversen Baustellen verdienen. „Reko ist Analphabet“, sagt Sozialpädagogin Anna Fleer, die Reko gemeinsam mit ihrer Kollegin Marina Butzert auf seinem Weg begleitet. „Um ihm zumindest die Grundzüge der Sprache beizubringen, müssen wir schon sehr fantasievoll vorgehen.“ Da werden Fotos von Gegenständen auf sein Handy geschickt. Anhand der Bilder üben sie dann gemeinsam die Aussprache. Ein Schulbesuch, eine Berufsausbildung oder gar das Ablegen der Führerscheinprüfung ist für Reko momentan noch undenkbar. So ist der 30-Jährige meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Stück für Stück hat er sich in kleinen Schritten sein neues Lebensumfeld erobert und hofft, endgültig in Deutschland bleiben und hier eine neue Perspektive finden zu dürfen. Momentan läuft seine Anerkennung noch, sein Aufenthaltsstatus muss demnächst per Klageverfahren geklärt werden. Bis dahin genießt es Reko, im Soziallädchen eine geregelte Tagesstruktur vorzufinden. Beim Kochen, bei der Frühstück- und Mittagessen-Zubereitung oder auch beim Sortieren der Waren im Lädchen hat er seine Aufgabe gefunden.

 

Die Berufung im sozialen Bereich gefunden

Ahaus. Es gibt nur wenig Jobs, die Florian S. noch nicht ausgeübt hat. Der 36-jährige gebürtige Drensteinfurter, der seit fast 16 Jahren in Ahaus lebt, hat seine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur als Jugendlicher abgebrochen, später als LKW-Mechaniker gearbeitet, seinen Dienst bei der Bundeswehr versehen, war als Schlosser sowie als Gebäudereiniger tätig. Nach drei Bandscheibenvorfällen und zwei Operationen kamen schwere Arbeiten für ihn nicht mehr infrage. Die Arbeitsagentur vermittelte ihm eine Umschulung zum Bürokaufmann. „Doch nur am Schreibtisch zu sitzen, ist nicht mein Ding. Auch körperlich nicht“, sagt Florian. Seit fünf Jahren ist er arbeitssuchend. „Mit meiner Vorgeschichte will mich kaum jemand einstellen“, hat er bei diversen Bewerbungsgesprächen erfahren.

                                                       

Seit Dezember erprobt er sich nun als „Mädchen für alles“ auf Empfehlung der Arbeitsagentur im Soziallädchen. „Hier habe ich meine Berufung gefunden“, hat Florian schon nach wenigen Wochen für sich festgestellt. Die Zusammenarbeit mit den Geflüchteten, die Mithilfe im Lädchen, die Übernahme kleiner handwerklicher Arbeiten, „all das macht mir Spaß. Ich bin mit Menschen zusammen und kann ihnen weiterhelfen“, freut sich der 30-Jährige über seine neuen Aufgaben. Gerne würde er im Anschluss an die bis Mai dauernde Maßnahme an der Abendschule eine Ausbildung als Sozialhelfer beginnen, „oder später Soziale Arbeit studieren“, so seine Pläne. „Ich sehe mein Engagement hier als Sprungbrett in ein neues Leben. Ich bin bei mir selbst angekommen. Die Arbeit auch mit Menschen aus einem anderen Herkunftsland ist vielseitig und befriedigend. Da stehen die Hilfe und der Mensch im Vordergrund. Und nicht der Umstand, in welchem Land bei der Geburt die Wiege stand.“

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                              Hervorragende Abschlüsse geschafft

Hervorragende Abschlüsse haben die Teilnehmerinnen des Ausbildungslehrganges „Fachpraktiker Hauswirtschaft“ erreicht. Dafür wurden die jungen Frauen jetzt beim „Fest der Landwirtschaft“ in Borken ausgezeichnet. Freuen über ein tolles Zeugnis können sich:

Jacky Awizio (hat mit Bestnote 1,6 bestanden), Jana Cazster, Iman Centinkaya, Amal Centinkaya, Jasmin Vrieling, Melanie Sladek, Julia Ostendorff, Francis Schwietering und Kira Klein-Gunnewick.

Das Team um Ausbilderin Elisabeth Kortböyer-Haeske ist besonders stolz darauf, dass alle neun Absolventinnen direkt im Anschluss eine Arbeitsstelle gefunden haben.

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Wir wünschen all unseren Kunden, Partnern,

Teilnehmern/innen sowie den Mitarbeitern/innen ein

harmonisches und friedvolles Weihnachtsfest

sowie ein

gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

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Lebendiger Adventskalender

                       

                      

Das BuT-Familienbüro hat sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion "Lebendiger Adventskalender" beteiligt. Gemeinsam haben wir gesungen, besinnlichen Texten gelauscht, anschließend geplaudert und zusammen Glühwein und Kinderpunsch getrunken. Es waren wieder schöne Momente zum Jahresausklang.

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Mit dem "Wunschbaum" gehen Kinderträume in Erfüllung

Lego, ferngesteuerte Autos, Kleidung, Spielzeug oder ein Pony - die Wünsche waren vielfältig, die in den letzten Tagen an den „Wunschbaum" im BuT-Familienbüro geheftet wurden. Durch Spenden der Sparkasse Westmünsterland sowie der Volksbank Gronau-Ahaus konnte das BuT-Familienbüro in Kooperation mit dem „Verein zur Förderung der Jugend- und Familienarbeit St. Josef Ahaus e.V." Grundschulkindern aus finanziell benachteiligten Familien einige Träume erfüllen. 50 Erziehungsberechtigte, die Sozialleistungen erhalten, konnten für die Kids einen Stern mit Namen und Präsentvorschlag an den Baum heften. 20 Euro gab‘s dann über die Aktion dazu.

Die Eltern mussten zunächst in Vorleistung gehen, bekamen das Geld gegen Quittungsvorlage erstattet. Am Donnerstag, drei Tage vor Heiligabend, konnten die Geschenke von den Eltern abgeholt werden, damit sie rechtzeitig den Weg unter den Tannenbaum finden - und dort für strahlende Kinderaugen sorgen.

 

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Plätzchenduft und Lichterglanz

Weihnachtsbasar beim BOZ in Bocholt

Plätzchenduft und Lichterglanz empfingen die Besucher jetzt beim Weihnachtsbasar im Berufsorientierungszentrum (BOZ) in Bocholt. Die Mitarbeiter/innen sowie die Teilnehmer/innen hatten neben stimmungsvoller Weihnachtsdekoration auch hübsche Werkstücke aus Holz und Metall sowie eindrucksvolle Krippen zum Verkauf gefertigt. Selbstgebackene Plätzchen und selbst hergestellte Marmeldae fanden bei so manch einem Gourmet guten Absatz. Gerne bummelten die Besucherinnen und Besucher zur Kaffeezeit durch die Räumlichkeiten und genossen die adventliche Atmosphäre bei einem Stück Kuchen oder - wer's herzhafter mochte -  bei Pulled Pork Burgern, Lach, Bratkartoffeln und Champignons.

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                Im BOZ glänzte festlich der "Sternenhimmel"

Im BOZ glänzte der Sternenhimmel und der Nikolaus zog samt "himmlischem Gefolge" seine Runden: Der traditionelle Weihnachtsmarkt ließ wieder kaum Wünsche offen.

Im Foyer hatten Holz- und Metallwerkstatt ihre kreativen Ideen traditionsgemäß wunderbar in Form gebracht. Und die Hauswirtschaft kam bei der hohen Nachfrage mit dem Backen des frischen Brotes bald kaum noch nach.

Im Innenhof lud ein kleines Hüttendorf auf die "Gourmet-Meile": Mit Stockbrot, verschiedenen Fleischspießen vom Grill, der obligatorischen Bratwurst - aber auch mit gefämmtem Lachs. Ein Gaumenschmaus.

Der Erlös aus dem Weihnachtsmarkt kommt wieder Projekten im BOZ zu Gute. Die Materialien, aus denen die dekorativen und schmackhaften Produkte entstanden sind, wurden allesamt gespendet.

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       Weihnachtsliches Ambiente beim "Treffpunkt International"

Gut besucht war am Sonntag der "Treffpunkt International", zu dem das Soziallädchen "Fairwert-Bar" ins "Haus der Integration" eingeladen hatte. In den letzten Wochen war für diesen Tag eifrig gewerkelt, gebastelt und gekocht worden - das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen: Bunte Vogelhäuser, rustikale Tannenbäume", Adventsgestecke, Süßes und Herzhaftes aus der Küche, aber ebenso kleine Mitbringsel weihnachtlich verpackt. So manch ein Besucher, so manch eine Besucherin nutzte hier die Chance, Präsente zu erstehen.

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Weihnachtsmarkt im BOZ und im Soziallädchen "Fairwert-Bar"

Shuttleservice zwischen der Fürstenkämpe und dem "Haus der Integration"

Gleich mit einem doppelten Angebot lädt die Berufsbildungsstätte Westmünsterland am Sonntag, 26. November, zwischen 11 und 17 Uhr zu ihren traditionellen Weihnachtsmärkten ein. Zum einen öffnet das Berufsorientierungszentrum (BOZ) an der Fürstenkämpe 37 seine Pforten, zum anderen das Soziallädchen „Fairwert-Bar“ im „Haus der Integration“, Hindenburgallee 32.

Im BOZ lädt im Innenhof ein kleines Weihnachtsdorf mit Besonderheiten für Augen und Gaumen zum Besuch ein. So präsentieren sich u.a. die „Metaller“ dort mit einer Gourmetmeile, auf der es Köstlichkeiten wie Flamm-Lachs oder auch Leckeres aus dem Dutch-Oven zu probieren gibt. Dekorative Geschenke aus Holz und Metall bieten sich nicht nur zum Kauf für den Eigenbedarf, sondern sicherlich auch als schönes Präsent für den Gabentisch an.

Für die Kinder erscheint um 12 sowie um 16 Uhr der Nikolaus, außerdem wird eigens für sie ein Unterhaltungsprogramm mit Kreativwerkstatt, Kletterwand und Schminken angeboten.
Kaffee, Kuchen (auch außer Haus), Stockbrotbacken sowie ein Bücherflohmarkt runden das Angebot an dem Nachmittag ab.

Per Shuttleservice sind das BOZ und das Soziallädchen miteinander verbunden. Beim „Treffpunkt International“ können die Besucherinnen und Besucher im „Haus der Integration“ Geschenkideen aus der eigenen Werkstatt (wie etwa verschiedenartig designte Weihnachtsbäume) erstehen, Spezialitäten aus verschiedenen Ländern probieren, gemütlich im Cafe verweilen oder auf dem Trödelmarkt stöbern. Auch hier hat sich der Nikolaus für die Kinder angesagt. Erwartet wird er um 14 Uhr.

                       

 

                                   Snacks to go auf der BOMAH

Die Azubis zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft vom Standort Bocholt der BBS Westmünsterland GmbH machten ihren Beruf den Besuchern der Berufsorientierungsmesse schmackhaft.

Am 10. und 11. Oktober 2017 fand die BOMAH an den Berufsschulen in Ahaus statt. Wir, die Azubis im 3. Lehrjahr zur Fachpraktikerin Hauswirtschaft, waren mit dabei. In dem Gebäude unserer Berufsschule, dem Berufskolleg Lise Meitner, haben wir gemeinsam mit unserer Ausbilderin Frau Bünten-Rother zwei Stände aufgebaut.

Am Stand im Erdgeschoss durfte ein Teil der Gruppe Getreideflocken mit Honig und Öl anrösten. Vom Duft des selbstgemachten Knusper-Müslis wurden viele Besucher angelockt, die sehr interessiert an dem Berufsbild der Hauswirtschaft waren. Einige Fragen konnten schon beantwortet werden, während in der zweiten Etage die andere Hälfte unserer Gruppe damit beschäftigt war, das frisch geröstete Müsli mit vorbereitetem Apfel-Birnen-Pflaumen-Kompott und  Bio-Joghurt in kleine Probierbecher zu schichten. Verwendet wurden nur erntefrische und nachhaltige, biologisch angebaute Produkte. Als kleines Andenken konnten die Besucher auch ihr individuell zusammengestelltes Müsli, sowie die Rezepte zum Nachmachen mit nach Hause nehmen.

Es war eine schöne Erfahrung, Gleichaltrige auf den Beruf aufmerksam zu machen und unser Wissen weiterzugeben. Wir hoffen, dass wir viele angehende Auszubildende für den abwechslungsreichen Arbeitsbereich der Hauswirtschaft begeistern konnten.

 

                                                                                                         

Hier einige Rezepte zum selber Ausprobieren

                                             Kompott

Zutaten (für 4 Personen)


800 g Obst vorbereiten, evtl. zerkleinern, siehe Garzeitentabelle,
in 100 ml Wasser und 4 EL Zucker dünsten, Zeit siehe Garzeitentabelle, mit
Zucker abschmecken und anschließend anrichten.

Garzeitentabelle:


Äpfel, würfeln oder in Spalten schneiden: Je nach Sorte 5-10 Min.
Aprikosen halbieren: 5 Min.
Birnen, würfeln oder in Spalten schneiden: Je nach Sorte 5-15 Min.
Heidelbeeren: 2 Min.
Kirschen: 2 Min.
Pflaumen halbieren: 5 Min.
Stachelbeeren: 5 Min.
Rhabarber würfeln: 5 Min.

 

Variationen:

- Fruchtsaft oder Wein statt Wasser verwenden
- 2 EL Vanillezucker dazu, dafür 2 EL Zucker weniger verwenden
- 1 Zimtstange mitdünsten
- 1 Nelke mitdünsten
- Stück Schale einer unbehandelten Zitrone mitdünsten
- Stück Schale einer unbehandelten Apfelsine mitdünsten
Fruchtkombinationen
- Rhabarber und Erdbeeren
- Birnen und Aprikosen
- Pflaumen, Birnen und Äpfel
- Birnen, Pflaumen und Holunderbeeren
- Stachelbeeren und Aprikosen

                                             Knuspermüsli

Zutaten (für 4 Personen)

30 g Haferflocken
20 g Sonnenblumenkerne
20 g Kokosraspel vermischen

20 g Mandeln (abgezogen) grob reiben und dann zusammen mit
1 Msp. Zimt und
1 Msp Vanillezucker, gemahlen unter die Flocken rühren.


Zubereitung:

1 EL Pflanzenöl und 1/2 EL Honig in einer Pfanne erhitzen, kurz aufkochen und
dann mit der Flockenmischung vermengen.
40 g Rosinen zugeben und unterrühren, bei wenig Hitze noch 5 Min. mitrösten.
Abkühlen lassen und in einem verschließbaren Gefäß aufheben. Mit Joghurt und/ oder Obst
der Saison essen.

                   

 

                              Interkulturelle Woche: Spiele stärken das Wir-Gefühl

„Ich stamme noch aus der Generation, die miterlebt hat, wie türkische und italienische Menschen als Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden. Wir hatten früher türkische Nachbarn, bei denen ich immer gerne auch Speisen aus ihrem Heimatland probiert habe. Es war stets ein Erlebnis, das mich sehr beeindruckt hat. Deshalb bin ich heute ganz bewusst in die Stadt gekommen.“ Die Passantin, die am Marktstand „Tee und Kaffee“ der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, der Christuskirche, der Türkisch-Islamischen Kulturgemeinde sowie der Alevitischen Gemeinde Ahaus genussvoll an ihrem ihr Heißgetränk nippt, ist „begeistert von der Idee der interkulturellen Woche“, die am Samstag ihren Abschluss gefunden hat. Ihren Namen will die Frau „nicht in der Zeitung lesen. Ich bin Lehrkraft an einem Berufskolleg. Aber ich halte diese Veranstaltung für wichtig für die Stadt und die Situation, in der sie sich befindet. Es tut not, dass sich die Kulturen einander annähern und miteinander ins Gespräch kommen. Nur so lassen sich auch Missverständnisse ausräumen und vermeiden. Die Annäherung aneinander macht Ängste kleiner“, betont sie mit Nachdruck.

Immer wieder bleiben an diesem Vormittag Passanten stehen, schauen, probieren die angebotenen Speisen, stellen Fragen. „Leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die erste Stunde war es trocken. Jetzt, gegen Mittag, verstecken sich viele Menschen unter ihrem Regenschirm“, bedauern Metin Dyan und Muhamet Turuc, der Erste sowie der Zweite Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde. „Die bisherigen Reaktionen auf unser Angebot haben uns allerdings zuversichtlich gestimmt“, versichern die beiden Männer.

Inzwischen wird der Regen immer stärker. „Ich glaube, wir können keine Menschen mehr zu einem gemeinsamen Spiel animieren“, bedauert Marina Butzert vom „Soziallädchen Fairwert-Bar“. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit der Gesamtschule Ahaus und dem BuT-Familienbüro der BBS hatte sie sich mit ihren Kolleginnen Anna Fleer und Barbara Grothues (Familienbüro) ein offenes Kooperationsspieleangebot unter dem Motto „Ich-Du-WIR“ ausgedacht. „Einige Menschen haben mit uns auch eine lebende Brücke oder den Kran gebaut. Bei beiden Aktionen zählt die Zusammenarbeit. Sie soll dabei helfen, Hemmungen abzubauen“, erklären Anna Fleer, Marina Butzert und Barbara Grothues: Die Spiele haben allesamt keinen Wettbewerbscharakter. Es gibt auch keinen einzelnen Gewinner. Der größte Gewinn dieser Spiele ist, dass sich ihnen möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger anschließen und gemeinsam Spaß daran haben.“

Das hat in der ersten Stunde auch noch geklappt - bis der Regen kam. Dagegen halfen dann aber auch keine Schirme und keine noch so sympathische Werbung mehr. Anna Fleer hat es kurz nach Mittag aufgegeben, mit dem großen Globus durch die Fußgängerzone zu laufen, um Interessierte an die Stände zu locken. Pitsche-patsche nass ist sie inzwischen. „Ein Kaffee hilft. Gegen Nässe, gegen Kälte – und überhaupt“, lächelt Metin Dyan daraufhin. Er hilft – und ist an diesem Tag eine nette Geste noch dazu.

 

                                                     

 

                      Teilnahme an der "Interkulturellen Woche": Vielfalt verbindet

Vielfalt verbindet – das Motto der diesjährigen interkulturellen Woche wollen auch das BuT-Familienbüro und das BOZ-Soziallädchen mit verschiedenen Kooperationsspielen aufgreifen.

Durch die Kooperationsspiele soll das Miteinander der verschiedenen Menschen in unserer Stadt gestärkt und Hemmungen abgebaut werden. Kinder und Erwachsene sollen z.B. bei der „lebendigen Brücke“ gemeinsam eine Brücke bauen, um eine Strecke zu überwinden. Beim „Team-Kran“ geht es darum, gemeinsam als Gruppe einen Turm aus Holzklötzen zu stapeln und bei der „Pipeline“ hat das Team den Auftrag, eine andauernd rollende Kugel mithilfe einer Pipeline zu transportieren.

Das sind nur einige der angebotenen Spiele, die alle großen Spaß machen und bei denen alle Mitspieler gleich wichtig sind, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Die Spiele haben keinen Wettbewerbscharakter und es gibt auch keine einzelnen Gewinner. Der größte Gewinn dieser Spiele wäre, wenn sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger den Spielen anschließen und gemeinsam Spaß daran haben.

Organisiert wird die Veranstaltung am Samstag, 30. September, in der Ahauser Innenstadt von der Arbeitsgruppe „Interkulturelles Ahaus“. Das BuT-Familienbüro sowie das Soziallädchen „Fairwert-Bar“ sind von 11 bis 14 Uhr auf dem Oldenkottplatz zu finden.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Angebot kann nur bei trockenem Wetter stattfinden.

 

 

                                                   

 

                                 Abschlüsse mit kleinen Erfolgsgeschichten

Auf der traditionellen Abschlussveranstaltung wurden im Berufsorientierungszentrum (BOZ) jetzt die diesjährigen Leistungen und Abschlüsse der Berufsvorbereitung sowie der  Ausbildung gewürdigt und gefeiert.

Hierzu werden neben den Teilnehmern/innen stets auch Eltern, Familienangehörige, Vertreter der Bundesagentur für Arbeit sowie die Lehrer/innen der beteiligten Berufskollegs eingeladen.
Die Abschlussveranstaltung wurde aufgelockert durch Beiträge von Auszubildenden und Teilnehmern wie auch durch Berichte über die Fahrten in die Türkei, nach Mazedonien und über die Gedenkstättenfahrt. Von Seiten der Agentur für Arbeit nahmen Herr Stening und Herr Böckmann an der Feier teil.

Im BOZ-Ausbildungsbereich haben - bis auf einen - alle Azubis ihre Prüfung bestanden und dabei gleichzeitig zahlreiche Zusatzqualifikationen wie Führerschein, Gabelstaplerschein, CNC-Bescheinigungen oder Pflegeassistenz erworben.

Fachpraktikerinnen für Hauswirtschaft sind jetzt:
Jasmin Vrieling, Iman Cetinkaya, Amal Cetinkaya, Jaqueline Awizio, Kira Kleingunnewyk, Jana Czaster, Lisa Ostendorff, Melanie Sladeck und Francis Schwietering.

Bau- und Metallmaler:
Janine Söring, Leon Haupt und  Dustin Harnisch.

Metallbearbeiter:
Marvin Averkamp, Stephan Kersting, Rene Lölfing und Daniel Meyermann.

Holzbearbeiter:
Denis Fink, Gian-Luca Böhm, Andre Olbers, Timo Schreiber und Jens Stipar.

In der Berufsvorbereitung (BVB allg. / BVB Reha / BVB pro) sind - in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner KH - ca. 200 Teilnehmer/innen aufgenommen worden, die erfolgreich in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Schulbesuche vermittelt werden konnten.
Eine besondere Erfolgsgeschichte schrieb in diesem Abschlussjahrgang Juliana Höink, die von der Johannesschule in Gronau (Förderschule für geistige Entwicklung) kam, mit Hilfe des BOZ-Teams ihren HSA 9 erhalten hat und nun die Ausbildung zur Fachpraktikerin startet. Oder Lena Keppelhoff, die nach abgebrochener Ausbildung zur Pferdewirtin nach fünf Monaten BVB einen Ausbildungsplatz zur Fachkraft für Lager/Logistik bekommen hat.

 

Was tun, wenn gar nichts mehr Spaß macht – und kein berufliches Ziel in Sicht ist?                                                                    

Nina (16) hat schon lange keine Lust mehr auf Schule. Sie geht eher selten hin und bleibt stattdessen lieber länger im Bett. Oder verbringt ihre Zeit im Park. Auch die Gespräche mit der Lehrerin und der Schulsozialarbeiterin konnten sie nicht dazu motivieren, wieder regelmäßig am Unterricht teil zu nehmen. Bei den Gesprächen wurde allerdings klar, dass Nina im Grunde gar nicht weiß, was sie konkret mit sich und ihrem Leben anfangen soll. Andere aus ihrer Klasse haben schon ganz genaue Pläne und Ideen, wie es weiter gehen soll. Nina dagegen hängt durch, hat auch niemanden unter den Gleichaltrigen, mit denen sie sich so gut versteht, um die Probleme gemeinsam zu besprechen.

Schulsozialarbeiterin Susanne Albers macht Nina deshalb den Vorschlag, sich bei einer Beratungsstelle anzumelden, bei der sie ihre Fähigkeiten ausprobieren und im geschützten Rahmen auch ihre Probleme besprechen kann. Eine Idee, mit der Nina etwas anfangen kann. Susanne Albers stellt daraufhin den Kontakt zu Lisa Wottke her, die im Programm „Jugend Stärken im Quartier“ mitarbeitet.

Damit Nina von der Interessenswerkstatt ein eigenes Bild bekommt, vereinbart Lisa Wottke mit Nina und der Schulsozialarbeiterin einen Termin vor Ort.

Beim ersten gemeinsamen Treffen berichtet Nina von ihren Schwierigkeiten in der Schule. Sie beschreibt, dass sie schon einiges unternommen hat, um einen geeigneten Beruf für sich zu finden. So hat sie verschiedene Praktika im Büro absolviert – und dabei erkannt, dass es ihr nicht gefällt, die ganze Zeit am Schreibtisch zu verbringen.

Nach dem Beratungsgespräch vereinbart Lisa Wottke mit Nina eine sechswöchige Teilnahme an der Interessenswerkstatt, in der Nina sich an verschiedenen Werkstoffen ausprobieren kann. Eine weitere Hürde – die Schulpflicht – kann Nina mit Hilfe von Susanne Albers nehmen: Die Schulsozialarbeiterin erreicht nach Rücksprache mit der Schulleitung, dass Nina bis zu den Sommerferien freigestellt wird, da sie das Klassenziel ohnehin nicht mehr erreichen kann. Ihr Engagement in der Interessenswerkstatt ist eine sinnvolle Alternative für diesen Zeitraum.

Zusammen mit Lisa Wottke überlegt Nina zunächst, mit welchem Material sie ihren Einstieg in die Werkstatt wagen will. Ihre Entscheidung fällt auf den Holzbereich. Mit Unterstützung des Werkanleiters, der ihr zunächst den Umgang mit dem Werkzeug erklärt, ist Nina schnell in der Lage, erste eigene Stücke anzufertigen. Ein Bilderrahmen, Palettenmöbel für ihr Zimmer – Nina erkennt schnell die vielfältigen Möglichkeiten, die sich hier bieten. Und stellt zudem fest: Die Kenntnisse aus dem Matheunterricht – gerade bei der Anfertigung von Zeichnungen - kann sie hier gut gebrauchen.

Viermal wöchentlich besucht Nina die Interessenswerkstatt, zudem nimmt sie zweimal wöchentlich  nach den Werkstattzeiten 90 Minuten Zusatzunterricht über die Beratungs- und Clearingstelle.

Nach Ablauf der sechs Wochen setzen sich Nina und Lisa Wottke ein weiteres Mal gemeinsam an einen Tisch, um zu überlegen, wie es für Nina nun weitergehen kann. Mit der Rückmeldung von Lisa Wottke, welche Fähigkeiten Nina während der Werkstattarbeit gezeigt hat, kann sich die junge Frau für ihre Zukunft eine Ausbildung als Tischlerin oder Malerin vorstellen. Lisa Wottke unterstützt Nina beim Kontakt zur Arbeitsagentur, die der Jugendlichen die Teilnahme an einer Berufsvorbereitungsmaßnahme vorschlägt.  Ein Weg, den Nina sich inzwischen gut vorstellen kann, weiter zu gehen.

 

Wollen Sie mehr über das Angebot "Jugend Stärken im Quartier erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt auf zu:

Lisa Wottke            

Van-Delden-Straße 32  48683 Ahaus
Fürstenkämpe 37  48683 Ahaus
Tel.: 02561/699-405
E-Mail: lisa.wottke@bbs-ahaus.de

 

oder klicken Sie hier.

 gelungene Kooperation zwischen Jugendwerk und JUGEND STÄRKEN im Quartier

Der Lärmpegel in der Holzwerkstatt gleicht fast dem einer Autobahnbaustelle. Statt dröhnenden Presslufthämmern wird hier gesägt, geschliffen, geschraubt, Holzlatten mit Hammer und Stecheisen bearbeitet. Im Hintergrund dudelt das Radio. Kurzum: Es herrscht ein reges handwerkeln an diesem Vormittag in den Arbeitsräumen des Berufsorientierungszentrums (BOZ). Elf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren stehen zum Teil in sich versunken an den Werkbänken und „zimmern“, was das Zeug hält. Dahinter steckt nicht nur viel Spaß, sondern auch die ehrgeizige Motivation, innerhalb von zwei Tagen zwei Garnituren Palettenmöbel für das Jugendwerk fertig zu stellen.

Das Sommer-Projekt hatten sich JUGEND STÄRKEN im Quartier, die Beratungsstelle Blinker (beide BBS) sowie das Jugendwerk gemeinsam überlegt und den Jugendlichen zur freiwilligen Teilnahme angeboten. Fünf Mädchen und sieben Jungen hatten sich kurzfristig gemeldet. „Eine gute Zahl“, freut sich Lisa Wottke, Sozialpädagogin beim BOZ. Sie ist vor allem von dem Engagement der Mädchen und Jungen begeistert: „Am ersten Tag gab es noch einige Anlaufschwierigkeiten, sie wussten ja noch nicht, was auf sie zukommt. Am zweiten Tag standen die Teilnehmer schon vor dem offiziellen Projektbeginn vor der Tür.“

Nicole und Luisa versuchen gerade, die alten Nägel und Schrauben aus dem Palettenholz zu ziehen. Mit gezielten Hammerschlägen ist Luisa im Nu fertig. „Ich habe im Fach Kunst in der Schule schon mal mit der Säge gearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht und deshalb habe ich mich gerne zu der Aktion hier gemeldet.“ So ganz ungeschickt stellt sie sich auch nicht an. „Meine Finger sind alle noch heil“, lacht die Dreizehnjährige. Neben Lisa Wottke sind aber auch Christine Miedecke (Beratungsstelle Blinker), Jan Woltering (BOZ) und Birgit Große Lembeck, Sozialpädagogin beim Jugendwerk, mit Rat und Tat zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Viele zeigen jedoch ein gutes handwerkliches Geschick. So wie Nicole. „Das liegt bei uns aber in der Familie“, schmunzelt die Vierzehnjährige. „Mein Vater ist Tischler, da musste ich ihm schon manches Mal zur Hand gehen.“ Gelernt ist halt gelernt.

Inzwischen baut eine kleine Gruppe draußen das Maler-Equipment auf, legt Decken als Bodenschutz aus, stellt Farbe und Pinsel bereit. Eine schicke Patina - und die Indoor-/Outdoor-Möbel (natürlich ganz cool mit Rollen zum leichteren Transport), können schon bald die Jugendwerk-Räume verschönern.

„Das war eine runde Sache. Wiederholung nicht ausgeschlossen“, sind sich die Organisatoren einig. „Vor allem, weil wir bei diesen Jugendlichen das Ziel erreicht haben, Hemmschwellen abzubauen und sie mit unseren Angeboten und Einrichtungen in Kontakt zu bringen.“

 




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