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BBS Aktuell

Interkulturelle Woche
01.10.2017

Annäherung macht Ängste kleiner

AHAUS. „Ich stamme noch aus der Generation, die miterlebt hat, wie türkische und italienische Menschen als Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden. Wir hatten früher türkische Nachbarn, bei denen ich immer gerne auch Speisen aus ihrem Heimatland probiert habe. Es war stets ein Erlebnis, das mich sehr beeindruckt hat. Deshalb bin ich heute ganz bewusst in die Stadt gekommen.“

 

                                             

 

Die Passantin, die am Marktstand „Tee und Kaffee“ der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, der Christuskirche, der Türkisch-Islamischen Kulturgemeinde sowie der Alevitischen Gemeinde Ahaus genussvoll an ihrem ihr Heißgetränk nippt, ist „begeistert von der Idee der interkulturellen Woche“, die am Samstag ihren Abschluss gefunden hat. Ihren Namen will die Frau „nicht in der Zeitung lesen. Ich bin Lehrkraft an einem Berufskolleg. Aber ich halte diese Veranstaltung für wichtig für die Stadt und die Situation, in der sie sich befindet. Es tut not, dass sich die Kulturen einander annähern und miteinander ins Gespräch kommen. Nur so lassen sich auch Missverständnisse ausräumen und vermeiden. Die Annäherung aneinander macht Ängste kleiner“, betont sie mit Nachdruck.

Immer wieder bleiben an diesem Vormittag Passanten stehen, schauen, probieren die angebotenen Speisen, stellen Fragen. „Leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die erste Stunde war es trocken. Jetzt, gegen Mittag, verstecken sich viele Menschen unter ihrem Regenschirm“, bedauern Metin Dyan und Muhamet Turuc, der Erste sowie der Zweite Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde. „Die bisherigen Reaktionen auf unser Angebot haben uns allerdings zuversichtlich gestimmt“, versichern die beiden Männer.

Inzwischen wird der Regen immer stärker. „Ich glaube, wir können keine Menschen mehr zu einem gemeinsamen Spiel animieren“, bedauert Marina Butzert vom „Soziallädchen Fairwert-Bar“ der BBS. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit der Gesamtschule Ahaus und dem BuT-Familienbüro der BBS hatte sie sich mit ihren Kolleginnen Anna Fleer und Barbara Grothues (Familienbüro) ein offenes Kooperationsspieleangebot unter dem Motto „Ich-Du-WIR“ ausgedacht. „Einige Menschen haben mit uns auch eine lebende Brücke oder den Kran gebaut. Bei beiden Aktionen zählt die Zusammenarbeit. Und die hat jeweils gut geklappt. Bis der Regen kam.“ Dagegen helfen inzwischen auch keine Schirme und keine noch so sympathische Werbung. Anna Fleer hat es aufgegeben, mit dem großen Globus durch die Fußgängerzone zu laufen, um Interessierte an die Stände zu locken. Pitsche-patsche nass ist sie inzwischen. „Ein Kaffee hilft. Gegen Nässe, gegen Kälte – und überhaupt“, lächelt Metin Dyan daraufhin. Er hilft – und ist an diesem Tag eine nette Geste noch dazu.

AHAUS. „Ich stamme noch aus der Generation, die miterlebt hat, wie türkische und italienische Menschen als Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden. Wir hatten früher türkische Nachbarn, bei denen ich immer gerne auch Speisen aus ihrem Heimatland probiert habe. Es war stets ein Erlebnis, das mich sehr beeindruckt hat. Deshalb bin ich heute ganz bewusst in die Stadt gekommen.“

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