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                              Interkulturelle Woche: Spiele stärken das Wir-Gefühl

„Ich stamme noch aus der Generation, die miterlebt hat, wie türkische und italienische Menschen als Arbeitskräfte nach Deutschland geholt wurden. Wir hatten früher türkische Nachbarn, bei denen ich immer gerne auch Speisen aus ihrem Heimatland probiert habe. Es war stets ein Erlebnis, das mich sehr beeindruckt hat. Deshalb bin ich heute ganz bewusst in die Stadt gekommen.“ Die Passantin, die am Marktstand „Tee und Kaffee“ der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt, der Christuskirche, der Türkisch-Islamischen Kulturgemeinde sowie der Alevitischen Gemeinde Ahaus genussvoll an ihrem ihr Heißgetränk nippt, ist „begeistert von der Idee der interkulturellen Woche“, die am Samstag ihren Abschluss gefunden hat. Ihren Namen will die Frau „nicht in der Zeitung lesen. Ich bin Lehrkraft an einem Berufskolleg. Aber ich halte diese Veranstaltung für wichtig für die Stadt und die Situation, in der sie sich befindet. Es tut not, dass sich die Kulturen einander annähern und miteinander ins Gespräch kommen. Nur so lassen sich auch Missverständnisse ausräumen und vermeiden. Die Annäherung aneinander macht Ängste kleiner“, betont sie mit Nachdruck.

Immer wieder bleiben an diesem Vormittag Passanten stehen, schauen, probieren die angebotenen Speisen, stellen Fragen. „Leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die erste Stunde war es trocken. Jetzt, gegen Mittag, verstecken sich viele Menschen unter ihrem Regenschirm“, bedauern Metin Dyan und Muhamet Turuc, der Erste sowie der Zweite Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde. „Die bisherigen Reaktionen auf unser Angebot haben uns allerdings zuversichtlich gestimmt“, versichern die beiden Männer.

Inzwischen wird der Regen immer stärker. „Ich glaube, wir können keine Menschen mehr zu einem gemeinsamen Spiel animieren“, bedauert Marina Butzert vom „Soziallädchen Fairwert-Bar“. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit der Gesamtschule Ahaus und dem BuT-Familienbüro der BBS hatte sie sich mit ihren Kolleginnen Anna Fleer und Barbara Grothues (Familienbüro) ein offenes Kooperationsspieleangebot unter dem Motto „Ich-Du-WIR“ ausgedacht. „Einige Menschen haben mit uns auch eine lebende Brücke oder den Kran gebaut. Bei beiden Aktionen zählt die Zusammenarbeit. Sie soll dabei helfen, Hemmungen abzubauen“, erklären Anna Fleer, Marina Butzert und Barbara Grothues: Die Spiele haben allesamt keinen Wettbewerbscharakter. Es gibt auch keinen einzelnen Gewinner. Der größte Gewinn dieser Spiele ist, dass sich ihnen möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger anschließen und gemeinsam Spaß daran haben.“

Das hat in der ersten Stunde auch noch geklappt - bis der Regen kam. Dagegen halfen dann aber auch keine Schirme und keine noch so sympathische Werbung mehr. Anna Fleer hat es kurz nach Mittag aufgegeben, mit dem großen Globus durch die Fußgängerzone zu laufen, um Interessierte an die Stände zu locken. Pitsche-patsche nass ist sie inzwischen. „Ein Kaffee hilft. Gegen Nässe, gegen Kälte – und überhaupt“, lächelt Metin Dyan daraufhin. Er hilft – und ist an diesem Tag eine nette Geste noch dazu.

 

                                                     

 

                      Teilnahme an der "Interkulturellen Woche": Vielfalt verbindet

Vielfalt verbindet – das Motto der diesjährigen interkulturellen Woche wollen auch das BuT-Familienbüro und das BOZ-Soziallädchen mit verschiedenen Kooperationsspielen aufgreifen.

Durch die Kooperationsspiele soll das Miteinander der verschiedenen Menschen in unserer Stadt gestärkt und Hemmungen abgebaut werden. Kinder und Erwachsene sollen z.B. bei der „lebendigen Brücke“ gemeinsam eine Brücke bauen, um eine Strecke zu überwinden. Beim „Team-Kran“ geht es darum, gemeinsam als Gruppe einen Turm aus Holzklötzen zu stapeln und bei der „Pipeline“ hat das Team den Auftrag, eine andauernd rollende Kugel mithilfe einer Pipeline zu transportieren.

Das sind nur einige der angebotenen Spiele, die alle großen Spaß machen und bei denen alle Mitspieler gleich wichtig sind, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Die Spiele haben keinen Wettbewerbscharakter und es gibt auch keine einzelnen Gewinner. Der größte Gewinn dieser Spiele wäre, wenn sich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger den Spielen anschließen und gemeinsam Spaß daran haben.

Organisiert wird die Veranstaltung am Samstag, 30. September, in der Ahauser Innenstadt von der Arbeitsgruppe „Interkulturelles Ahaus“. Das BuT-Familienbüro sowie das Soziallädchen „Fairwert-Bar“ sind von 11 bis 14 Uhr auf dem Oldenkottplatz zu finden.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Angebot kann nur bei trockenem Wetter stattfinden.

 

 

                                                   

 

                                 Abschlüsse mit kleinen Erfolgsgeschichten

Auf der traditionellen Abschlussveranstaltung wurden im Berufsorientierungszentrum (BOZ) jetzt die diesjährigen Leistungen und Abschlüsse der Berufsvorbereitung sowie der  Ausbildung gewürdigt und gefeiert.

Hierzu werden neben den Teilnehmern/innen stets auch Eltern, Familienangehörige, Vertreter der Bundesagentur für Arbeit sowie die Lehrer/innen der beteiligten Berufskollegs eingeladen.
Die Abschlussveranstaltung wurde aufgelockert durch Beiträge von Auszubildenden und Teilnehmern wie auch durch Berichte über die Fahrten in die Türkei, nach Mazedonien und über die Gedenkstättenfahrt. Von Seiten der Agentur für Arbeit nahmen Herr Stening und Herr Böckmann an der Feier teil.

Im BOZ-Ausbildungsbereich haben - bis auf einen - alle Azubis ihre Prüfung bestanden und dabei gleichzeitig zahlreiche Zusatzqualifikationen wie Führerschein, Gabelstaplerschein, CNC-Bescheinigungen oder Pflegeassistenz erworben.

Fachpraktikerinnen für Hauswirtschaft sind jetzt:
Jasmin Vrieling, Iman Cetinkaya, Amal Cetinkaya, Jaqueline Awizio, Kira Kleingunnewyk, Jana Czaster, Lisa Ostendorff, Melanie Sladeck und Francis Schwietering.

Bau- und Metallmaler:
Janine Söring, Leon Haupt und  Dustin Harnisch.

Metallbearbeiter:
Marvin Averkamp, Stephan Kersting, Rene Lölfing und Daniel Meyermann.

Holzbearbeiter:
Denis Fink, Gian-Luca Böhm, Andre Olbers, Timo Schreiber und Jens Stipar.

In der Berufsvorbereitung (BVB allg. / BVB Reha / BVB pro) sind - in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner KH - ca. 200 Teilnehmer/innen aufgenommen worden, die erfolgreich in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Schulbesuche vermittelt werden konnten.
Eine besondere Erfolgsgeschichte schrieb in diesem Abschlussjahrgang Juliana Höink, die von der Johannesschule in Gronau (Förderschule für geistige Entwicklung) kam, mit Hilfe des BOZ-Teams ihren HSA 9 erhalten hat und nun die Ausbildung zur Fachpraktikerin startet. Oder Lena Keppelhoff, die nach abgebrochener Ausbildung zur Pferdewirtin nach fünf Monaten BVB einen Ausbildungsplatz zur Fachkraft für Lager/Logistik bekommen hat.

 

Was tun, wenn gar nichts mehr Spaß macht – und kein berufliches Ziel in Sicht ist?                                                                    

Nina (16) hat schon lange keine Lust mehr auf Schule. Sie geht eher selten hin und bleibt stattdessen lieber länger im Bett. Oder verbringt ihre Zeit im Park. Auch die Gespräche mit der Lehrerin und der Schulsozialarbeiterin konnten sie nicht dazu motivieren, wieder regelmäßig am Unterricht teil zu nehmen. Bei den Gesprächen wurde allerdings klar, dass Nina im Grunde gar nicht weiß, was sie konkret mit sich und ihrem Leben anfangen soll. Andere aus ihrer Klasse haben schon ganz genaue Pläne und Ideen, wie es weiter gehen soll. Nina dagegen hängt durch, hat auch niemanden unter den Gleichaltrigen, mit denen sie sich so gut versteht, um die Probleme gemeinsam zu besprechen.

Schulsozialarbeiterin Susanne Albers macht Nina deshalb den Vorschlag, sich bei einer Beratungsstelle anzumelden, bei der sie ihre Fähigkeiten ausprobieren und im geschützten Rahmen auch ihre Probleme besprechen kann. Eine Idee, mit der Nina etwas anfangen kann. Susanne Albers stellt daraufhin den Kontakt zu Lisa Wottke her, die im Programm „Jugend Stärken im Quartier“ mitarbeitet.

Damit Nina von der Interessenswerkstatt ein eigenes Bild bekommt, vereinbart Lisa Wottke mit Nina und der Schulsozialarbeiterin einen Termin vor Ort.

Beim ersten gemeinsamen Treffen berichtet Nina von ihren Schwierigkeiten in der Schule. Sie beschreibt, dass sie schon einiges unternommen hat, um einen geeigneten Beruf für sich zu finden. So hat sie verschiedene Praktika im Büro absolviert – und dabei erkannt, dass es ihr nicht gefällt, die ganze Zeit am Schreibtisch zu verbringen.

Nach dem Beratungsgespräch vereinbart Lisa Wottke mit Nina eine sechswöchige Teilnahme an der Interessenswerkstatt, in der Nina sich an verschiedenen Werkstoffen ausprobieren kann. Eine weitere Hürde – die Schulpflicht – kann Nina mit Hilfe von Susanne Albers nehmen: Die Schulsozialarbeiterin erreicht nach Rücksprache mit der Schulleitung, dass Nina bis zu den Sommerferien freigestellt wird, da sie das Klassenziel ohnehin nicht mehr erreichen kann. Ihr Engagement in der Interessenswerkstatt ist eine sinnvolle Alternative für diesen Zeitraum.

Zusammen mit Lisa Wottke überlegt Nina zunächst, mit welchem Material sie ihren Einstieg in die Werkstatt wagen will. Ihre Entscheidung fällt auf den Holzbereich. Mit Unterstützung des Werkanleiters, der ihr zunächst den Umgang mit dem Werkzeug erklärt, ist Nina schnell in der Lage, erste eigene Stücke anzufertigen. Ein Bilderrahmen, Palettenmöbel für ihr Zimmer – Nina erkennt schnell die vielfältigen Möglichkeiten, die sich hier bieten. Und stellt zudem fest: Die Kenntnisse aus dem Matheunterricht – gerade bei der Anfertigung von Zeichnungen - kann sie hier gut gebrauchen.

Viermal wöchentlich besucht Nina die Interessenswerkstatt, zudem nimmt sie zweimal wöchentlich  nach den Werkstattzeiten 90 Minuten Zusatzunterricht über die Beratungs- und Clearingstelle.

Nach Ablauf der sechs Wochen setzen sich Nina und Lisa Wottke ein weiteres Mal gemeinsam an einen Tisch, um zu überlegen, wie es für Nina nun weitergehen kann. Mit der Rückmeldung von Lisa Wottke, welche Fähigkeiten Nina während der Werkstattarbeit gezeigt hat, kann sich die junge Frau für ihre Zukunft eine Ausbildung als Tischlerin oder Malerin vorstellen. Lisa Wottke unterstützt Nina beim Kontakt zur Arbeitsagentur, die der Jugendlichen die Teilnahme an einer Berufsvorbereitungsmaßnahme vorschlägt.  Ein Weg, den Nina sich inzwischen gut vorstellen kann, weiter zu gehen.

 

Wollen Sie mehr über das Angebot "Jugend Stärken im Quartier erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt auf zu:

Lisa Wottke            

Van-Delden-Straße 32  48683 Ahaus
Fürstenkämpe 37  48683 Ahaus
Tel.: 02561/699-405
E-Mail: lisa.wottke@bbs-ahaus.de

 

oder klicken Sie hier.

 gelungene Kooperation zwischen Jugendwerk und JUGEND STÄRKEN im Quartier

Der Lärmpegel in der Holzwerkstatt gleicht fast dem einer Autobahnbaustelle. Statt dröhnenden Presslufthämmern wird hier gesägt, geschliffen, geschraubt, Holzlatten mit Hammer und Stecheisen bearbeitet. Im Hintergrund dudelt das Radio. Kurzum: Es herrscht ein reges handwerkeln an diesem Vormittag in den Arbeitsräumen des Berufsorientierungszentrums (BOZ). Elf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren stehen zum Teil in sich versunken an den Werkbänken und „zimmern“, was das Zeug hält. Dahinter steckt nicht nur viel Spaß, sondern auch die ehrgeizige Motivation, innerhalb von zwei Tagen zwei Garnituren Palettenmöbel für das Jugendwerk fertig zu stellen.

Das Sommer-Projekt hatten sich JUGEND STÄRKEN im Quartier, die Beratungsstelle Blinker (beide BBS) sowie das Jugendwerk gemeinsam überlegt und den Jugendlichen zur freiwilligen Teilnahme angeboten. Fünf Mädchen und sieben Jungen hatten sich kurzfristig gemeldet. „Eine gute Zahl“, freut sich Lisa Wottke, Sozialpädagogin beim BOZ. Sie ist vor allem von dem Engagement der Mädchen und Jungen begeistert: „Am ersten Tag gab es noch einige Anlaufschwierigkeiten, sie wussten ja noch nicht, was auf sie zukommt. Am zweiten Tag standen die Teilnehmer schon vor dem offiziellen Projektbeginn vor der Tür.“

Nicole und Luisa versuchen gerade, die alten Nägel und Schrauben aus dem Palettenholz zu ziehen. Mit gezielten Hammerschlägen ist Luisa im Nu fertig. „Ich habe im Fach Kunst in der Schule schon mal mit der Säge gearbeitet. Das hat mir viel Spaß gemacht und deshalb habe ich mich gerne zu der Aktion hier gemeldet.“ So ganz ungeschickt stellt sie sich auch nicht an. „Meine Finger sind alle noch heil“, lacht die Dreizehnjährige. Neben Lisa Wottke sind aber auch Christine Miedecke (Beratungsstelle Blinker), Jan Woltering (BOZ) und Birgit Große Lembeck, Sozialpädagogin beim Jugendwerk, mit Rat und Tat zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Viele zeigen jedoch ein gutes handwerkliches Geschick. So wie Nicole. „Das liegt bei uns aber in der Familie“, schmunzelt die Vierzehnjährige. „Mein Vater ist Tischler, da musste ich ihm schon manches Mal zur Hand gehen.“ Gelernt ist halt gelernt.

Inzwischen baut eine kleine Gruppe draußen das Maler-Equipment auf, legt Decken als Bodenschutz aus, stellt Farbe und Pinsel bereit. Eine schicke Patina - und die Indoor-/Outdoor-Möbel (natürlich ganz cool mit Rollen zum leichteren Transport), können schon bald die Jugendwerk-Räume verschönern.

„Das war eine runde Sache. Wiederholung nicht ausgeschlossen“, sind sich die Organisatoren einig. „Vor allem, weil wir bei diesen Jugendlichen das Ziel erreicht haben, Hemmschwellen abzubauen und sie mit unseren Angeboten und Einrichtungen in Kontakt zu bringen.“

 




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