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BBS Aktuell

Reha-Ausbildung im Berufsorientierungszentrum
05.04.2016

Schulnoten sind nicht immer primär

Pascal Teusch überzeugte seinen Chef Markus Haget durch Fleiß und Motivation.

„Mit Pascal haben wir erstmalig einen Mitarbeiter eingestellt, der nicht den klassischen Ausbildungsweg genommen hat. Er hat sich bei den Praktika hier so motiviert und engagiert gezeigt, dass unsere Gesellen gesagt haben: Chef sieh‘ zu, dass der bei uns bleibt.“ Die Lobeshymnen, die Malermeister Markus Haget (Foto: links) auf seinen Mitarbeiter und Gesellen Pascal Teusch (Foto: Mitte) „singt“, klingen überzeugend. Und auch, dass der 24-jährige Ottensteiner nun seit über zwei Jahren bei ihm beschäftigt ist, spricht für sich.
Pascal Teusch hatte zuvor eine Reha-Ausbildung im Berufsorientierungszentrum absolviert.
Uwe Hülsmann (Foto: rechts), dort als Arbeitserzieher und Werkpädagoge tätig sowie auch zuständig für die sozialpädagogische Begleitung in der Reha-Ausbildung, hat ihn seinerzeit betreut: „Die dreijährige Ausbildung im BOZ beinhaltet neben dem Theorie- und Praxiswissen auch verstärkt Praktika, besonders im dritten Ausbildungsjahr, sowie Unterstützung in der Bewerbungsphase oder bei der Arbeitsplatzsuche. Dadurch, dass wir unsere Auszubildenden genau kennen, auf der anderen Seite gute Kontakte zu Betrieben in der Region haben, können wir beide Seiten hier gezielt zusammen bringen.“ Die Unternehmen, so Hülsmann, seien sehr aufgeschlossen bei der Vergabe von Praktika auch an Absolventen, die nicht durch beste Schulnoten glänzen. „Viele unserer jungen Leute machen das durch ihren Einsatz in der Praxis wieder wett“, weiß Uwe Hülsmann aus Erfahrung. Und: „Es ist uns natürlich eine Herzensangelegenheit, die jungen Menschen nach ihrer Ausbildung in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Wir bilden ja nicht für den Arbeitslosenmarkt aus.“
Pascal Teusch hat nach verschiedenen Praktika im Gartenbau, Bäcker- und Fleischerhandwerk letztlich „beim Maler und Lackierer gemerkt: Das ist mein Ding“, schildert er seinen Entscheidungsweg. An diesem Beruf schätzt er „das breite Spektrum der Möglichkeiten, aber auch den Kundenkontakt.“ Dazu sein Chef Markus Haget: „Pascal ist handwerklich begabt. Meine Ansprüche an meine Mitarbeiter auf der Baustelle erfüllt er vollständig. Ich habe ein Gespür dafür zu erkennen, ob Leute wollen oder nicht. Und Pascal will.“ Eine weitere Voraussetzung für die Einstellung war die Mobilität - auch diesen Punkt hat der 24-Jährige mit dem Führerscheinerwerb schnell erfüllen können.
Markus Haget würde den Weg, einen Gesellen, der sich nach Abschluss einer Reha-Ausbildung bei ihm bewirbt, einzustellen, wieder gehen: „Wenn alles zusammen passt.“
Pascal Teusch spielt jetzt übrigens mit dem Gedanken, „eventuell noch einen Schritt weiter zu gehen und mich weiterzubilden. Um mir selbst zu beweisen, dass ich es kann. Allerdings warte ich noch auf den richtigen Anschub.“

 

Die Maßnahmen wirken nachhaltig

„Die Maßnahmen der Reha-Ausbildung zeigen eine nachhaltige Wirkung“ bestätigt Hubert Borgmann (Reha-Abteilung bei der Arbeitsagentur Coesfeld) mit Blick auf eine dazu jetzt erstmalig durchgeführte Langzeitstudie.
Dabei wurde die Integrationsperspektive 24 Monate nach Ausbildungschluss in den Fokus genommen. Von den 79 Ausbildungsteilnehmern bei vier Bildungsträgern (neben der BBS noch der Benedictushof, der Klausenhof sowie die Kreishandwerkerschaft) waren nach zwei Jahren noch 65 Prozent in Arbeit.

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