Home Kontakt Sitemap A-Z Impressum
Beratung Übergang Schule-Beruf Ausbildung Weiterbildung Jobs Über uns
Über uns













> > >



BBS Aktuell

BuT-Familienbüro
17.10.2015

Damit kein Kind zurückbleibt

Ahaus. „Das Mitmachen möglich machen“ – Dieser Slogan des BuT-Familienbüros, getragen von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland und der Stadt Ahaus, bekommt durch den Umzug der Anlaufstelle vor wenigen Tagen an die Bahnhofstraße 29 jetzt eine ganz neue Bedeutung: „Wir sind für die Menschen wesentlich besser zu erreichen“, freut sich Diplom-Sozialpädagogin Barbara Grothues, die gemeinsam mit Lydia Lindemann (Sozialarbeiterin B.A.) an vier Tagen in der Woche als Ansprechpartnerin vor Ort ist.

In der Vergangenheit war die BuT-Beratungsstelle im Berufsorientierungszentrum (BOZ) an der Fürstenkämpe beheimatet. „Das war für viele ein recht umständlicher Weg dorthin“, weiß Barbara Grothues. „Nun sind wir präsenter. Die Hemmschwelle, einfach mal bei uns herein zu schauen, ist durch die Stadtnähe niedriger geworden“, ist sie überzeugt.
Die Beratungsstelle war in erster Linie Ansprechpartner für die Themen rund um das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). In der Regel vermittelt durch das Sozialamt, bekommen finanzschwache Familien mit Kindern hier Tipps und Hilfestellungen, wo die Kids eine faire Chance haben, am sozialen und kulturellen Leben in der Stadt teil zu nehmen. Barbara Grothues: „Wir sind eng vernetzt mit den örtlichen Vereinen, mit den Schulen, Institutionen wie Flüchtlingshilfe oder Jugendwerk, und können hier natürlich auch aus einem größeren Pool an Möglichkeiten schöpfen.“
Seit Anfang des Jahres sind noch weitere Aufgaben für die BuT-Beratungsstelle hinzugekommen, so dass eine Veränderung des Namens sinnvoll erschien. Im BuT-Familienbüro können klassische Inhalte der sozialen Arbeit angefragt werden. So bietet das BuT-Familienbüro bereits Sozialkompetenztrainings und - in Zusammenarbeit mit dem BOZ - erlebnispädagogische Angebote an. „In diesem Rahmen gibt es bereits eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Gesamtschule“, so Lydia Lindemann. Zudem können Ahauser Familien sich über Freizeit- und Bildungsangebote informieren.
Ein wesentlicher Part des BuT-Familienbüros ist momentan die Nachhilfe. „Da können wir auf rund 35 Kräfte – angefangen beim pensionierten Pädagogen bis hin zum Oberstufenschüler – zurückgreifen“, freut sich Barbara Grothues.
Dass die Flüchtlingsarbeit auch für das BuT-Familienbüro zukünftig einen größeren Stellenwert bekommen wird, ist Grothues und Lindemann bewusst: „Wir stellen uns schon jetzt entsprechend darauf ein. So beteiligen wir uns in diesem Zusammenhang in Kooperation mit den Integrationslotsen an der Interkulturellen Woche.“ Geplant hierzu ist, beim Weihnachtsmarkt am 22. November im BOZ einen Plätzchenstand aufzubauen. Die Plätzchen werden zuvor im Berufsorientierungszentrum nach internationalen Rezepten von Eltern und Kindern aus den Asylbewerberunterkünften gemeinsam gebacken, auch am Verkauf sollen möglichst viele beteiligt werden. Der Erlös fließt wiederum in die Flüchtlingsarbeit.
Barbara Grothues: „Unser erklärtes Ziel als BuT-Familienbüro ist es, dass kein Kind auf Grund eines finanzschwachen Hintergrundes gesellschaftlich außen vor stehen muss. Da sind wir inzwischen auch auf einem guten Weg. Die Zuschüsse für Schulbedarf, Mittagessen, Ausflüge oder Klassenfahrten werden in Ahaus fast zu 100 Prozent abgerufen. Bei Freizeitangeboten dagegen wissen möglicherweise nicht alle Eltern, dass es auch hier Unterstützung von zehn Euro pro Monat für jedes Kind gibt. Das kann für die Mitgliedschaft im Fußballverein sein, aber auch für einen Schwimmkurs. Speziell für alleinerziehende  Mütter oder Väter stellt dies noch einmal eine große Hilfe dar.“

Info-Box:
Das BuT-Familienbüro - durchgeführt im Auftrag der Stadt Ahaus - an der Bahnhofstraße 29 ist geöffnet montags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Die Leistungen in Anspruch nehmen können Leistungsbezieher nach dem SGB 12, SGB2, Asylbewerberleistungs- und Wohngeldgesetz. Ansprechpartnerinnen sind Barbara Grothues, Tel.: 02561 / 8658457, und Lydia Lindemann, Tel.: 02561 / 8658456.

zurück




Druckversion