Home Kontakt Sitemap A-Z Impressum
Beratung Übergang Schule-Beruf Ausbildung Weiterbildung Jobs Über uns
Über uns













> > >



BBS Aktuell

Bautechnik
18.09.2014

Start der Ausbildung im Bauhauptgewerbe

„Sie starten in einen vielseitigen Beruf, bei dem Sie abends genau sehen, was Sie tagsüber geschafft haben. Und ihre Aussichten in dieser wichtigen und zukunftsträchtigen Branche sind bestens: arbeitslose Zimmerer und Maurer sind selten“, stimmte BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning die über 90 Lehrlinge des Bauhauptgewerbes jetzt positiv auf den Start ihrer überbetrieblichen Ausbildung ein.

Die überbetriebliche Schulung in der Berufsbildungsstätte Westmünsterland ist eine der drei Säulen, auf der die Ausbildung im Bauhauptgewerbe (Maurer, Zimmerer, Beton- und Stahlbetonbauer sowie Fliesenleger) ruht. Neben der Lehrzeit in den Betrieben sowie dem theoretischen Unterricht in den Berufskollegs können sich die angehenden Gesellen in der BBS „noch einmal in aller Ausführlichkeit mit jenen Feinheiten ihrer Branche auseinandersetzen, die in der Hektik des Berufsalltags auf der Baustelle manchmal zu kurz kommen. Gemeinsam mit den Handwerksmeistern können hier in den nächsten drei Jahren handwerkliche Techniken mit der entsprechenden Gründlichkeit erlernt werden“, betonte Könning.

Mit knapp über 90 Auszubildenden in diesem Jahr im Bauhauptgewerbe bewegt sich der Kreis Borken im Vergleich zu anderen Regionen NRWs noch auf einem gehobenen Niveau, freut sich Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. „Dennoch wird auch an uns der demographische Wandel nicht vorbei gehen. Bis 2019 werden es Prognosen zufolge 23 Prozent weniger Jugendliche sein, die in diesem Bereich in die Ausbildung gehen.“

Und Obermeister Josef Scharlau weiß, „dass schon jetzt Betriebe ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können.“ Wobei speziell die Zimmerer darunter noch einen „Promi-Bonus“ hätten: „Diese Branche hat noch einmal stark zugelegt.“

Dass Handwerk nach wie vor „goldenen Boden“ hat, betonen Janning und Scharlau ganz deutlich: „Viele Jugendliche ziehen zwar die Schule oder Büroberufe vor. Aber jeder hat irgendwann einmal einen Klempner, einen Elektriker oder einen anderen Handwerker nötig. Und speziell auf diesem Gebiet gibt es viele Berufe, in denen man sich fortbilden und gute Löhne verdienen kann. Das Image der Handwerksberufe ist nicht schlecht, sondern wird oftmals nur schlecht geredet.“

So zögerlich mitunter vor allem manche Eltern oder Lehrer reagierten, wenn Jugendliche den Ausbildungswunsch „Handwerker“ äußerten, so offensiver gingen inzwischen die jungen Leute selbst mit diesen Perspektiven um. Josef Scharlau: „Seit zwei, drei Jahren interessieren sich immer mehr Gymnasiasten für diesen Bereich. Viele nutzen die Ausbildung als Sprungbrett für ein späteres Studium. Andere haben erkannt, dass sie mit einem Gesellenbrief in jedem Land der Welt arbeiten können.“

Scharlau und Janning werben besonders dafür, „schon während der Schulzeit die Möglichkeit eines Praktikums zu nutzen. Dann weiß man später wesentlich besser, was in der Ausbildung auf einen zukommt.“ Scharlau schaut sich zudem bei den Bewerbern neben den Zeugnisnoten auch das Elternhaus an. „Und das Umfeld, aus dem die jungen Leute kommen. Bei den 130 Lehrlingen, die ich bislang in meinem Betrieb ausgebildet habe, hat sich immer die Einstellung bewährt: Das Menschliche zählt.“

An der Berufsbildungsstätte Westmünsterland starteten jetzt über 90 Lehrlinge aus dem Bauhauptgewerbe mit ihrer überbetrieblichen Ausbildung.

zurück




Druckversion