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BBS Aktuell

Ausbildung
10.05.2015

Betrieb und Hörsaal

Ahaus/Kreis Borken. “Aus zwei mach eins“: Betriebliche Ausbildung und Hörsaal sind zwei Komponenten, die sich unter dem Dach des Dualen Studiums auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. Erstmals zum Wintersemester 2015/16 bietet die Fachhochschule Münster in Kooperation mit Berufsbildungsstätten sowie den Berufskollegs aus der Region den dualen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen an. Einer der Kooperationspartner für den Part der Überbetrieblichen Ausbildung ist die Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS).

„Die Kooperation ist eine win-win-Situation für alle Seiten“, unterstreicht BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning die positiven Aspekte für die Beteiligten: „Die Studierenden erhalten neben der Vermittlung der theoretischen Kenntnisse im Hörsaal eine zwar komprimierte, aber trotzdem sehr fundierte praktische Ausbildung. Die Berufsbildungsstätte kann mit dieser Kooperation noch einmal ganz deutlich ihr Profil schärfen.“ 

„Wir haben in der Vergangenheit mehrere Anläufe unternommen, mit der Fachhochschule eine solche Zusammenarbeit zustande zu bringen“, sagt Matthias Gerwing, Teamleiter Bau bei der BBS. „Letztes Jahr im Sommer haben wir gemeinsam mit Ingo Scheipers vom Berufskolleg für Technik in Ahaus das Thema noch einmal an die FH herangetragen.“ Zahlreiche Gespräche und viele organisatorische Planungen folgten, bis jetzt das Angebot in trockenen Tüchern war. 

Eine Herausforderung, der sich alle Kooperationspartner mit großem Engagement stellen wollen. „Die reguläre zweijährige Ausbildung und das dreijährige Studium werden komprimiert auf zusammen vier Jahre“, erklärt Gerwing. „Das heißt praktisch, dass nicht nur an die Studierenden hohe Anforderungen gestellt werden, sondern auch an uns, die wir die Inhalte vermitteln sollen. Da müssen wir schon einiges bringen.“ Viel Projektarbeit sei beispielsweise geplant. 

Matthias Gerwing sieht aber auch noch einen anderen Aspekt: „Für die Studierenden kann die Zweigleisigkeit nur von Vorteil sein. Vor zehn, 15 Jahren hatten die jungen Leute noch gutes handwerkliches Verständnis und einen Bezug zu Holz, Metall oder Stein. Dafür waren sie in den modernen Medien nicht sehr fit. Heute sind sie dagegen total vernetzt, aber ihnen fehlt jetzt das handwerkliche Verständnis. Hier kann das Duale Studium eine Brücke schlagen.“ 

„Auch die Kreishandwerkerschaft Borken, die immerhin drei Bauinnungen mit 215 Betrieben im Kreis Borken vertritt, unterstützt die Etablierung eines Dualen Studienganges Bauingenieurwesen ausdrücklich“, betont Christoph Bruns, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. „Insbesondere der Berufsnachwuchs für die Bauleiterebene benötigt neben fundierten Theoriekenntnissen auch umfangreiche praktische Erfahrung, die durch den Dualen Studiengang sichergestellt werden“, so Bruns weiter. Insbesondere die enge und abgestufte Verzahnung der überbetrieblichen, schulischen sowie universitären Ausbildungsphase mache das Angebot sehr attraktiv für Betriebe auf der einen und am Bauberuf Interessierte auf der anderen Seite. 

Weitere Infos bei der Fachhochschule Münster unter www.fh-muenster.de/fb6, oder bei Matthias Gerwing, ( 02561 / 699 - 140.

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