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TEP
24.11.2011 > BBS Aktuell

Ausbildung und Familie vereinbaren

Das Programm TEP - „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ - ermöglicht jungen Eltern eine Teilzeitausbildung mit einem regulären Berufsabschluss. Im Kreis Borken berät die Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH, bereitet auf die Vorstellungsphase bei Unternehmen vor und wirbt auch in Betrieben für die jungen motivierten Teilnehmenden.

Auch die Ahauserin Kerstin Hüsing ging aus Neugierde zur angebotenen Informationsveranstaltung und hielt es nicht für möglich, dass sie in das Programm aufgenommen würde. Jetzt wird die junge Mutter als angehende Einzelhandelskauffrau in ihrem ersten Ausbildungsjahr in Teilzeit von der BBS begleitet. Ihr bisheriger Berufsweg? „Ich habe viele Jahre im Verkauf gearbeitet und bin dann Mutter geworden. Um eine Ausbildung machen zu können, habe ich ganz frisch die Fachoberschulreife nachgeholt“, berichtet Kerstin Hüsing stolz. Den Abschluss hat sie parallel zur TEP-Ausbildungsvorbereitung gemeistert. BBS-Beraterin Ulrike Broscheit unterstützte die 24-jährige auch in ihrer Bewerbungsphase. Sie begleitet alle größtenteils weiblichen und alleinerziehenden Teilnehmerinnen in dem Projekt.

Geschäftsführer unterstützt Ausbildung

Dass Anka Telecom-Geschäftsführer Enver Gürbüz so offen für die Ausbildung einer jungen Mutter war, begründet der Ahauser mit seiner eigenen Erfahrung: „Ich war selbst in einer ähnlichen Situation, meine eigene Familie habe ich während meines Ingenieurstudiums gegründet. Wir haben ein wenig probiert, wie es am besten läuft. Mit guter Planung ist das überhaupt kein Problem.“ Die Arbeitszeiten der Auszubildenden werden individuell gestaltet, wenn sie an einem Tag früher den Verkaufsshop verlassen muss, bleibt Kerstin Hüsing am nächsten Tag etwas länger.

Flexible Vereinbarungen sind oft besser möglich als in vielen Unternehmen zunächst angenommen, weiß Ulrike Broscheit: „Als Zugabe erhält der Betrieb besonders motivierte Auszubildende und spätere Arbeitnehmerinnen“. Auch Kerstin Hüsing zeigt sehr großes Engagement, weil ihr eine solide Berufsperspektive wichtig ist. Bei der anschließenden Organisation des neuen Lebensabschnittes gibt TEP Hilfestellung, so beim Ausfüllen von Unterlagen und Beantragen von Zuschüssen oder bei der Organisation der Kinderbetreuung.

Generell findet die Ausbildung in einem reduzierten Zeitfenster statt: „Der Anteil der Zeit in der Berufsschule bleibt gleich, der praktische Teil im Betrieb ist komprimierter. So kann in weniger Zeit dasselbe Ausbildungsziel erreicht werden“, erklärt Ulrike Broscheit abschließend. Dementsprechend ist der Berufsabschluss vor den Kammern gleichwertig mit einer regulären Ausbildung. 

Nächste TEP-Runde 2012

Anfang 2012 geht TEP in die nächste Runde, Interessierte können sich ab sofort unverbindlich bei Ulrike Broscheit (Tel. 02561 - 89983918) informieren. Die Vorbereitungsphase beinhaltet Einzelberatung, Gruppenangebote und ein Betriebspraktikum.


TEP – „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ wird vom NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Unterstützt wird TEP vom Jobcenter im Kreis Borken und der Agentur für Arbeit Coesfeld. Die BBS stellt bei Bedarf eine qualifizierte Betreuung für Kinder von 4 Monaten bis 6 Jahren zur Verfügung.

Ulrike Broscheit im Anka Telecom – Laden mit Kerstin Hüsing und Arbeitgeber Enver Gürbüz (v.l.n.r.).

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