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Berufsorientierungszentrum
23.09.2011 > BBS Aktuell

Fachforum mit Arbeitsminister Schneider

Anlässlich der Fertigstellung des Neubaus an der Fürstenkämpe lud das Berufsorientierungszentrum der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH zum Fachforum mit Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Soziales und Integration des Landes NRW. Begrüßt wurden die Gäste von BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning, der dem Publikum die Situation in der Region erklärte: „Der Fachkräftemangel ist auch im westlichen Münsterland angekommen, und besonders in Metall- und Bauberufen suchen die Firmen händeringend nach Personal.“

Dass die Region somit vor eine echte Herausforderung gestellt ist, Arbeits- und Fachkräfte zu sichern, das betonte Felix Büter in seiner Begrüßungsrede. Der Ahauser Bürgermeister dankte der BBS im Namen ihrer Gesellschafter für ihr besonderes Engagement in diesem Bereich.

Kooperation von Schule und Wirtschaft

Wie Fachkräftesicherung und Berufsorientierung zusammenhängen, zeigte die anschließende Diskussion. Zum Thema „Berufsorientierung macht Schule – Fachkräftesicherung im ländlichen Raum“ nahm WDR-Journalist Jürgen Zurheide die Statements der Expert/-innen entgegen und moderierte die Veranstaltung. Zunächst legte Arbeitsminister Guntram Schneider dar, dass es zwar noch keinen Fachkräftemangel auf breiter Front gebe, jedoch Metall- und Elektroberufe bereits akut betroffen seien: „Setzt sich diese Tendenz weiter fort, werden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 über eine halbe Million Fachkräfte fehlen.“ Deswegen solle es zukünftig in allen Schulen von den Förderschulen bis zu den Gymnasien Berufsorientierungsangebote geben, so dass Schülerinnen und Schüler sich besser mit der Arbeitswelt vertraut machen können. Das BOZ wurde vom Minister besonders gelobt: Es spiele zum Beispiel mit dem Programm „Startklar!“ eine wichtige Rolle.

Diskussion der Fachleute

Auch die anderen Podiumsteilnehmenden vertraten Ihre Standpunkte. Gisela Huning empfahl als Leiterin der St. Georg-Schule in Vreden, Berufsorientierung als langfristiges Projekt in den Schulen zu verankern. Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer Münster, setzte sich für frühzeitige Orientierungsangebote in Schulen ein und  Karl-Friedrich Schulte-Uebbing sprach als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen von den Fortschritten: „Es gibt bereits über hundert Schulen, die für die Berufsorientierung mit Unternehmen kooperieren.“ Karl-Alteepping legte als Geschäftsführer der AL Metalltechnik GmbH & Co. KG in Ahaus die Sicht der Wirtschaft dar: „Wir suchen Nachwuchs und wir öffnen uns für alle, die zu uns in die Firma kommen und Interesse an Arbeit haben“.

Zum Ende der Veranstaltung waren sich alle Diskutanten einig: Schule und Wirtschaft sind auf einem guten Weg. Jedoch sind stärkere Kooperationen und frühzeitige Angebote in der Berufsorientierung unerlässlich. Praktika in den Firmen und Firmenbesuche in den Schulen sollten aus Sicht der Fachleute einen noch breiteren Raum einnehmen – auch in den Gymnasien.

Zum Fachforum begrüßten BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning (links) und BOZ-Leiter Klaus Dittmar (rechts) Arbeitsminister Guntram Schneider.

 

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