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Berufsorientierungszentrum
11.04.2011 > BBS Aktuell

Tanzworkshop für Jugendliche

Mit Tanzen das Leben verändern? Zumindest mehr Selbstbewusstsein und Motivation mitgeben, das will ein Tanzprojekt für Jugendliche, das vom Berufsorientierungszentrum (BOZ) und dem Berufskolleg für Technik in Ahaus angeboten wird. Das Tanztraining wurde vom BOZ in Kooperation mit dem Ahauser Berufskolleg für Technik organisiert und findet im Gemeindehaus der St. Josephkirche statt.

Grundidee: besondere Förderung

„Die Jugendlichen im Werkstattjahr gehören zu unseren schwächsten Teilnehmenden. Ihnen wollten wir über das Tanztraining eine Chance geben, neue Bewegung in ihre Leben zu bringen“, erklärt Berufsschullehrer Reinard Hollander die Grundidee des dreimonatigen Workshops.
Das Berufskolleg für Technik Ahaus suchte gemeinsam mit dem Berufsorientierungszentrum, das Berufshilfe für junge Menschen mit individuellen und sozialen Schwierigkeiten anbietet, eine besondere Förderung für die Jugendlichen. „Sie haben in ihrer momentanen Situation kaum Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die meisten können keinen schulischen Abschluss vorweisen und warten ohne Motivation die restliche Zeit ihrer Schulpflicht ab.“ Zum pädagogischen Konzept gehört deswegen viel Lebenspraxis. Es werden soziale Verhaltensregeln erklärt, die Bedeutung von Verträgen erschlossen, es gibt Unterstützung bei Fragen zur Wohnungssuche.

Kubanischer Tanzlehrer

Mit der Sprache des Tanzes werden die jungen Menschen jetzt bewegungsorientiert angesprochen. Diese Sprache beherrscht in wirkungsvoller Weise ihr Kursleiter: Alexeider Abad Gonzales hat an der renommierten Folkwangschule Essen studiert und ist u. a. Lehrer für zeitgenössischen Tanz. Der kubanische Tanzlehrer ist erfahren in der Jugendarbeit und der Arbeit mit einer schwierigen Klientel. So hat er beispielsweise mit Strafgefangenen gearbeitet.

Entwicklung eigener Ideen

Gonzales entwickelt mit den Jugendlichen eine Choreographie und gibt ihnen Impulse für eigene Ideen. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer bestimmen Bewegungsfolgen selbst, der Tanzpädagoge verfeinert ihre Fortschritte. Fast nebenbei verinnerlichen die Teilnehmenden in dem neuen Umfeld grundlegende Fähigkeiten wie den Respekt vor anderen, der sich im Arbeitsleben durch gute Zusammenarbeit im Team und Pünktlichkeit ausdrückt. „Die Jugendlichen lernen, was alles in ihnen steckt. Sie entwickeln mehr Selbstbewusstsein und merken, dass sie den Alltagsfrust auf diese Art auch kompensieren können. Wichtig ist auch, dass sie hier die Inhalte selbst bestimmen. Das fordert sie anders als die Schule, wo sie sich oft fremdbestimmt gefühlt haben“, sagt dazu Klaus Dittmar, Leiter des BOZ. Im April ist eine Aufführung geplant, auf die die Teilnehmenden hinarbeiten.

Spaß an der tänzerischen Bewegung vermittelt den jungen Menschen ihr Tanzlehrer Alexeider Abad Gonzales (r.) mit (2. v. l. ganz hinten: Berufsschullehrer Reinard Hollander).

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