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Berufsorientierungszentrum
07.01.2011 > BBS Aktuell

Jugendliche im Einsatz für Gnadenhof

Mit der eigenen Arbeit sinnvolle Hilfe leisten – diese Erfahrung konnten sich einige Jugendliche im Projekt „Rampe“ des Berufsorientierungszentrums (BOZ) Ahaus mitnehmen. Jasmin, Fabian, Alex, Julian, Louis und Lukas halfen Hofbesitzerin Kirsten Remmers-Boruzki dabei, mit dringend notwendigen Reparaturen und Renovierungen den Pferdehof Ahaus winterfester zu machen. Ein achtbarer Beitrag für soziale Verantwortung - auch in Anbetracht der eigenen Vita. Denn die jungen Menschen nehmen an dem Jugendprojekt teil, weil sie wegen individueller und sozialer Schwierigkeiten noch keinen Weg in die Arbeitswelt gefunden haben.

 


Kontakt zum Hof

Auf dem Pferdehof im Beßlinghook erhalten Tiere ein Gnadenbrot, die als Nutztiere aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oder Krankheit für ihre Besitzer ´unnütz´ geworden sind. BOZ-Mitarbeiterin Katja Schnellenkamp hatte die Idee, die Hofbesitzerin mit Instandhaltungsarbeiten zu unterstützen, und nahm den Kontakt auf. Sie ist vom Engagement ihrer Jugendlichen begeistert: „Wir sind zunächst hinausgefahren, um zu erkunden, was besonders reparaturbedürftig ist und was in der nächsten Zeit von der Projektgruppe übernommen werden kann. Die folgenden ersten Arbeiten am Zaun und der Stellwand liefen Hand in Hand. Die Atmosphäre in der Gruppe war gut, es war egal, ob man nass oder dreckig wird. Die Arbeit hat die jungen Leute richtig weitergebracht. Das zeigt, wie viel in unseren Jugendlichen steckt.“ Im Frühjahr soll das Projekt mit mehr Teilnehmenden ausgebaut werden. 

 


Gemeinsame Arbeit

Fabian und Jasmin, beide 17, begleiteten die Pädagogin beim ersten Besuch auf dem Pferdehof. „Wir haben einen Plan angefertigt und alle konnten überlegen, in welcher Arbeitsgruppe sie mithelfen wollen“, berichtet Jasmin. Fabian leitete die Gruppe, die die Arbeiten am Zaun übernahm. Der Jugendliche aus Stadtlohn ist seit eineinhalb Jahren im Rampe-Projekt und hat hier eine neue Perspektive gewonnen. „In der Schule und so lief es nicht, wie ich wollte. Hier hat sich bei mir was geändert. Nächstes Jahr möchte ich in die Berufsvorbereitung, meinen Hauptschulabschluss nachholen.“ Bei den Zaunarbeiten halfen auch Louis und Lukas mit, es wurden alte Bretter abgebaut und neue Ablagen angepasst. Lukas macht Holzarbeiten gerne und findet die Arbeit auf dem Hof klasse. Die Anderen teilen seine Begeisterung. Eine zweite Gruppe strich die Stellwand. Alle berichten mit viel Stolz von ihrem Einsatz, den weiteren Plänen für das Frühjahr und eigenen Ideen für den Hof. Und sie wissen auch, warum ihre Hilfe dort wichtig ist: „Das ist eine sinnvolle Sache. Die Tiere können dort ihren Lebensabend genießen und werden nicht getötet.“ 


Besitzerin begeistert

Acht Pferde, ein Esel, sechs Hunde, zwei Hähne, zwei Katzen, ein Schwein und ein Schaf haben hier ein neues Zuhause gefunden. Auf dem kleinen Hof stehen eine ehemalige Autowerkstatt und verschiedene Anbauten und Garagen als Ställe zur Verfügung. Besitzerin Kirsten Remmers-Boruzki hat keine Möglichkeit, das Inventar mit eigenen Mitteln instand zu setzen. Aufgrund des plötzlichen Todes ihrer Adoptiveltern ist die berufstätige Zahntechnikerin auf ehrenamtliche Hilfe und Spenden angewiesen. Sie ist dankbar für das beachtliche soziale Engagement: „Die Jugendlichen setzen sich beispielhaft für den Hof ein. Sie helfen hier den Schwächsten der Schwachen.“


Hintergrund

Das Kurs- und Projektangebot "Rampe" ist eine Maßnahme zur Berufsorientierung für Jugendliche, die nach Beendigung der Schulpflicht aufgrund von individuellen und sozialen Benachteiligungen in der Arbeitswelt nicht sofort Fuß fassen können. Durch die Vermittlung von handwerklichen und arbeitsweltbezogenen Fertigkeiten, das Einüben von Arbeitstugenden und ganzheitliche Unterstützung erhalten die jungen Menschen eine persönliche Stabilisierung.

Mehr Infos auf bbs-ahaus.de und pferdehof-ahaus.de.

Die Jugendlichen mit Projektleiterin Katja Schnellenkamp.

 

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