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Netzwerk W
13.01.2011 > BBS Aktuell

Partner Familienzentrum im Kreis Borken

Auftrag und Aufgabe der Familienzentren sind der Schutz und das Wohl des Kindes, bei der beruflichen Orientierung oder gar Jobsuche nach der Elternzeit übernehmen sie derzeit selten eine aktive Rolle. Doch es gibt durchaus Schnittstellen und Wechselwirkungen. So beeinflussen Problemlagen von Wiedereinsteigerinnen auch den Arbeitsalltag der Erzieherinnen. Doch wie damit umgehen? Die Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) koordiniert das Netzwerk W im Kreis Borken, das seit dem letzten Jahr an regional passenden und umsetzbaren Ideen zu diesem Thema arbeitet.

Partner bei der Berufsrückkehr

Das Netzwerk lud in Kooperation mit dem Netzwerk FAMM (FAMILIE - ARBEIT - MITTELSTAND im MÜNSTERLAND) MultiplikatorInnen und VertreterInnen aller Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet zu einer Veranstaltung nach Borken ein. Auf der Veranstaltung legte Karin Hartmann, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit, dar, dass der steigende regionale Fachkräftebedarf auch eine Chance für Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist: „Der Aufschwung beschränkt sich momentan eher auf von Männern dominierte Branchen. Das Erwerbspotential von Frauen kann in der Region besser und nachhaltiger genutzt werden.“

Familienzentren, häufig erste Anlaufstelle für Eltern, wo auch Fragen zur weiteren Lebensplanung deutlich werden, können hierbei als Partner eine wichtige Rolle spielen. Hilde Mußinghoff, innovaBest-Geschäftsführerin und Koordinatorin des Netzwerk W Rhein-Erft-Kreis, stellte das mit dortigen Netzwerk W-Partnern und Familienzentren entwickelte Handbuch „Kooperationen professionell gestalten“ vor. Sie beschrieb auch ihre Praxis-Erfahrungen. Die Bedeutung des Themas „Berufsrückkehr“ sei nach aktuellen Untersuchungen in den Familienzentren bereits erkannt und insgesamt werde eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber dem Themenkomplex geäußert. Im Rahmen der vielfältigen Aufgaben eines Familienzentrums besteht jedoch ein hoher Bedarf an externer Unterstützung, wenn diese sich mit dem Thema Berufsrückkehr beschäftigen wollen.

Vorhandene Angebote

Unter der Überschrift „Einblicke in die Praxis“ präsentierten sich anschließend drei verschiedene Kindertageseinrichtungen aus dem Kreisgebiet: das DRK Familienzentrum „Prinz Botho“ aus Stadtlohn, der Kindergarten „Pusteblume“ aus Gronau und das Kinderhaus „Rasselbande“ aus Ahaus. Sie stellten bereits vorhandene Angebote zur Unterstützung der Berufstätigkeit vor. So gibt es flexibel buchbare Stundenpakete, Öffnungszeiten auch am Samstag, Randzeiten-Betreuung zwischen 05.30 Uhr und 22.30 Uhr, Essensservice für Eltern sowie Fahr- und Begleitservice. Die VertreterInnen der anderen Einrichtungen zeigten großes Interesse, es entspann sich eine lebhafte und rege Diskussion über Umsetzbarkeit, Finanzierbarkeit und Nachfrage nach Zusatzangeboten.

Kindertageseinrichtungen oder Familienzentren, die Fragen zum Thema „Unterstützung von berufstätigen Eltern“ haben oder sich für Info-Material interessieren, können sich wenden an die BBS, Sonja Schaten oder Katrin Schürmann, Tel. 02561/699-528 oder -579.

Weitere Partner des Netzwerkes sind die Agentur für Arbeit Coesfeld, das Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken, der Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken, die DRK – gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Bildung im Kreis Borken, die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt mbH (EWIBO) und das Netzwerk Westmünsterland. Auch das Kreisjugendamt sowie  die Jugendämter der Städte Ahaus, Bocholt, Gronau und Borken sind beteiligt. Netzwerk W ist ein Förderprojekt des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter.


Katrin Schürmann (BBS) (l.) und die Vertreterinnen der Familienzentren und Netzwerk W-Partner berichten: Melanie Brüning (Kinderhaus Rasselbande Ahaus) (2.v.l.), Edeltraud Chrysanthou (Chance gGmbH Service Center Familie) (m.), Maria Schröter (Kita Pusteblume Gronau) (2.v.r.), Cornelia Sonntag (DRK Familienzentrum Prinz Botho Stadtlohn) (r.)(alle stehend).

 

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