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Kraftfahrzeugtechnik
21.03.2011 > BBS Aktuell

Innung Borken/Bocholt beschäftigt sich mit Elektromobilität

Die Kraftfahrzeug-Innung Borken Bocholt will den technologischen Wandel im Münsterland aktiv mitgestalten. Zum Zukunftsthema Elektromobilität gab der Leiter der Technischen Akademie Ahaus (TAA) Jörg Olthues dem Innungs-Vorstand einen Einblick in den momentanen Innovationsstand und eine Einschätzung zur langfristigen Entwicklung. Fazit: Was noch Zukunftsmusik ist, wird in einigen Jahren großes Potenzial für die Region haben.


Entwicklungen in der Elektromobilität

Das Münsterland verfügt in seiner Infrastruktur über gute Voraussetzungen, Modellregion in der Elektromobilität zu werden. Einschätzungen, nach denen im Jahr 2020 über 2000 Autos mit Elektroantrieb durch den Kreis Borken rollen könnten, hält der TAA-Leiter Jörg Olthues jedoch für sehr optimistisch: „Der Wandel kommt, gestaltet sich aber noch sehr langsam. Der Anstieg des Marktanteils von Elektrofahrzeugen wird sich in ca. zehn Jahren beschleunigen. Deswegen sollte sich die Region gut darauf vorbereiten.“ Jörg Olthues war vor Übernahme seiner TAA-Leitungsfunktion bei der Siemens AG in Erlangen in der Fertigungstechnik für Kfz-Motoren und Getriebe tätig. Der Ingenieur gab dem Vorstand der Innung einen Einblick in den momentanen Entwicklungsstand.

Zukunftsthema

Elektromobilität ist in der Epoche des Klimawandels ein Zukunftsthema. Die Europäische Union hat für 2020 verbindliche Ziele für CO2-Einsparungen vorgegeben. Mit Strom betriebene Autos haben hier ein enormes Einsparungspotential, wenn diese mit erneuerbaren Energien geladen werden.
Elektromobilität stellt Entwickler jedoch noch vor viele technologische Herausforderungen. So sind im Vergleich zu Verbrennungsmotoren die Reichweiten weit geringer und die Ladezeiten um ein Vielfaches höher. Deswegen werden herkömmliche Fahrzeuge auch in den nächsten Jahren den Markt bestimmen.
„Die Automobilbranche geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 parallel dazu der Anteil von Elektroautos bei Neufahrzeugen zwischen 2 und 10 % liegen wird, wobei wahrscheinlich vor allem Hybridfahrzeuge nachgefragt werden. Im Kreis Borken wären das zwischen 450 und 2.500 Automobile“, so der TAA-Leiter weiter. Die TAA bietet als Weiterbildungseinrichtung der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH Lehrgänge im Kfz-Bereich an.

Kfz-Innung: Wandel kommt

Die Einschätzungen des TAA-Leiters wurden vom Kfz-Innungsvorstand rege diskutiert. Dazu Kfz-Innungsobermeister Hermann Bleker: „Das Elektroauto ist keine Zukunftsmusik mehr. Der Wandel wird langsam kommen und er wird starke Auswirkungen haben, auch auf unsere Werkstätten. Wir sehen den Entwicklungen optimistisch entgegen.“

Beim Rundgang in der Kfz-Werkstatt der BBS: u.a. Joerg Olthues (TAA, links) und Bernhard Könning (Geschäftsführer BBS, 2.v.l.)  mit Hermann Bleker (Obermeister Kfz-Innung, 4.v.l.) und Christoph Bruns (Hauptgeschäftsführer Kreishandwerkerschaft Borken, 5.v.l.).

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