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Kraftfahrzeugtechnik
14.10.2010 > BBS Aktuell

BBS-Ausbilder Andre Hövelbrinks schult mit High Tech

Moderne Autowerkstätten im Münsterland arbeiten heute wie Computerlabore. Dementsprechend neu sind auch die Ausbildungs- und Berufsbilder im Kraftfahrzeugbereich. In der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) lernen angehende Kraftfahrzeug-Mechatroniker von Andre Hövelbrinks, wie sie Automobile mit High-Tech-Standards warten und reparieren. Der 25 Jahre junge Meister hat in der BBS selbst als Zivildienstleistender begonnen.

Digitale Unterstützung

Die Ausstattung moderner Automobile hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert: In der Konstruktion wirken mechanische, elektronische und informationstechnische Elemente zusammen. In der Folge ist laut Andre Hövelbrinks aus dem Kfz-Mechaniker, der noch mit Schraubenschlüssel und Zange unter der Motorhaube nach Fehlern suchte, der Kfz-Mechatroniker geworden, der digitale Diagnosegeräte einsetzt: „Die mechanischen Grundlagen sind in den neuen Automobil-Modellen natürlich dieselben. Aber ohne die modernen Diagnosegeräte können wir keinen Bremsklotz mehr an modernen Fahrzeugen auswechseln.“ In der Überbetrieblichen Ausbildung für Kfz-Mechatroniker/-innen geht es deswegen nicht mehr ohne Computerunterstützung, sei es im Grundkurs Elektronik, im Bremsen- oder Motormanagement oder in den Diagnoseschulungen.

 

Junger Meister

Ausgebildet wurde Andre Hövelbrinks bei Opel Groß-Bölting in Rhede: „2004 war ich dort als einer der letzten Kraftfahrzeugmechaniker fertig.“ Zwei Jahre später absolvierte der 25 Jahre junge Ausbilder seinen Zivildienst bewusst im Berufsorientierungszentrum der BBS: „Zu meinen Aufgaben gehörte die Wartung der Dienstfahrzeuge, da konnte ich direkt praktische Erfahrungen sammeln.“ Eine gesetzliche Senkung des Zulassungsalters ermöglichte ihm, in der Zeit auch berufsbegleitend seinen Meister zu machen. In der BBS ist der Borkener seit 3 Jahren tätig.


Sein Kollege Martin Olbring (Foto links) bringt die digitalen Diagnosegeräte über ein Funknetz auf den neuesten Stand: „Weil wir viele Geräte einsetzen, ist es für uns effektiver, die Programm-Updates auf diesem Weg zu installieren.“ Auch Werkstätten und Firmen arbeiten nur noch mit digitaler Vernetzung, so dass technische Daten und Arbeitsaufträge für alle Mitarbeiter schnell zugänglich sind.

 

 

Ein digitales Kontrollsystem im Wagen ist der CAN-Bus, ein hochaktuelles System, dessen Handhabung Andre Hövelbrinks in der Überbetrieblichen Ausbildung der BBS schult: „Um einen Fehler zu finden, setzen wir die Diagnosegeräte ein. Die machen elektronische Signale des Kraftfahrzeugs auf dem Monitor sichtbar. Das ist ein wenig wie das Lesen von Morsezeichen. Wenn es einen Kabelbruch gibt, kann z.B. kein entsprechendes Signal gesendet werden.“ Der unterstützende Einsatz digitaler Elemente fordert logisches Kombinieren ebenso wie praktische Fertigkeiten.

Andre Hövelbrinks (links) mit Auszubildenden am Diagnosegerät, das elektronische Signale des Kraftfahrzeugs auf dem Monitor sichtbar macht.

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