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Berufsorientierungszentrum
08.11.2010 > BBS Aktuell

Werkstatt statt Schule

Den Schulalltag haben 46 Schülerinnen und Schüler in dieser Woche gegen die Werkstattarbeit eingetauscht. Der achte Jahrgang der Annette-von-Droste-Hülshoff-Hauptschule in Alstätte nimmt am zurzeit noch landesweiten Projekt „STARTKLAR! Mit Praxis fit für die Ausbildung in NRW“ teil. Das Berufswahlorientierungsprojekt soll jungen Menschen frühzeitig ihren Weg zum eigenen Beruf ebnen. Es wird im Kreis Borken von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) durchgeführt.

Die Jugendlichen aus dem achten Jahrgang der Alstätter Hauptschule sind unter fachlicher Anleitung zwei Wochen lang in unterschiedlichen Werkstattbereichen tätig. Sie probieren sich in der Farb- und Raumgestaltung oder der Elektrotechnik aus.

Daniel Leesker durfte wie einige seiner Mitschüler/-innen auch im schweißtechnischen Bereich arbeiten. „Vor dem Schweißen kommt der Helm“, sagt der Fünfzehnjährige. Er klappt in der Kabine die Schutzmaske herunter und fertigt ein Namensschild. „Hier ist sehr wichtig, dass wir immer an den Helm denken“, betont der Jugendliche später noch einmal. „Und um gut zu sehen, lässt sich innen die Schutzbrille einstellen, je nachdem, wie stark die Schweißglut ist.“

Berufspraxis und individuelle Förderung

„Die Schüler, die wir in dem Projekt begleiten können, haben einen besonderen Vorteil auf ihrem Berufsweg. Sie können ihre Berufsvorstellungen konkretisieren, fachliche Grundlagen aufbauen, Fachbegriffe kennenlernen und auch Sozialkompetenzen lernen“, sagt Margit Althoff. Sie koordiniert das Projekt für die BBS. STARTKLAR baut dabei auf drei Phasen auf: „Der Jahrgang, der jetzt hier ist, nimmt an der ersten Phase teil, in der wir die Kompetenzen und Potentiale der Schüler feststellen und ihnen helfen, sich zu orientieren. Diese Phase führen wir mit ausgewählten Schulen seit letztem Jahr durch.“

In diesem Jahr bieten BBS und Berufsorientierungszentrum in Kooperation mit weiteren Bildungsträgern der Region auch die zweite Phase an, erklärt die Koordinatorin: „Von den Schülern, die bereits hier waren, wählt die Schule in der neunten Jahrgangsstufe einige aus, die wir besonders fördern. Sie können dann in einzelnen Modulen berufsbezogen weiterlernen, beispielsweise in der Kraftfahrzeugtechnik anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Sie können an einem Bewerbungstraining teilnehmen, das, was sie wissen, vertiefen.“ In der letzten Phase werden ausgewählte Teilnehmende dann in die Ausbildung begleitet.

Bisher findet STARTKLAR im Kreis Borken noch nicht flächendeckend statt, wird aber kontinuierlich erweitert. Finanziert wird das Programm durch das NRW-Ministerium für Schule und Weiterbildung, die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Die Schülerinnen und Schüler biegen im Metallbereich Haken, die sie anschließend schweißen.

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