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Berufsvorbereitung
22.07.2010 > BBS Aktuell

Hervorragende Arbeit mit Jugendlichen bestätigt

Nicht allen Jugendlichen fällt der Einstieg in Ausbildung und Beruf leicht. Die eigenen Fähigkeiten kennen und ausbauen lernen und realistische Perspektiven finden können sie in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, die im Kreis Borken von der Agentur für Arbeit Coesfeld gefördert werden. Das Berufsorientierungszentrum (BOZ) der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH und die Kreishandwerkerschaft Borken (KH) führen das Angebot an den Standorten Ahaus und Gronau in Form einer Bietergemeinschaft durch. Die Verbleibsstatistik bestätigt die hervorragende Arbeit mit den Jugendlichen.

Einstieg in Betrieb

Für den Jugendlichen Maik Hölling war die Berufsvorbereitung – kurz BV – die Chance in den Wunschjob. Er hat eine Ausbildungsstelle bei der Bäckerei Vinkenvleugel gefunden: „Bäcker werden wollte ich schon immer.“ Nach dem Verlassen der Johannes-Förderschule in Stadtlohn war das für den Siebzehnjährigen nicht selbstverständlich. Seine Chance hat er in der Bäckerei auch ohne Abschlusszeugnis bekommen: „Nach zwei Wochen Praktikum hat der Chef mich gefragt, ob ich eine Ausbildung machen möchte.“

Ohne Berufsvorbereitung wäre es Maik Hölling aus Gescher weit schwerer gefallen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb hat er – so wie 167 andere Jugendliche aus dem Kreis - das Berufsvorbereitungsangebot  von BOZ und KH besucht. Sein Bildungsbegleiter Herbert Nadirk vermittelte ihn dort in das Praktikum bei Vinkenvleugel. Das war unverbindlich, so dass sich Betrieb und  Praktikant kennen lernen konnten: „Wir haben wie auch in den Jahren zuvor viele gute Vermittlungen vornehmen können. Stefan Eskes wird beispielsweise auch Bäcker, er beginnt seine Ausbildung bei der Bäckerei Schütte in Gescher. Besonders stolz sind wir auch auf Mirsad. Mirsad Yazari ist Kosovare und hat sich einen Ausbildungsplatz als Maurer bei der Firma Böcker in Ahaus erarbeitet. Aber das sind nur drei von sehr Vielen. Wir unterstützen alle auf ihrer Suche nach dem bestmöglichen Weg“, so der Bildungsbegleiter. Die Erfolge sind nicht zuletzt der effektiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Berufsberater/-innen der Arbeitsagentur zuzuschreiben.

Realistische Berufschancen

Am Anfang der BV stehen Fragen nach den individuellen Stärken und Schwächen der Jugendlichen, die durch Tests und praktische Erprobungen ermittelt werden, um die Eignung für ein bestimmtes Berufsfeld herauszufinden. Natürlich müssen auch Illusionen geraubt werden. Viele der jungen Menschen, die nicht genau wissen, wo ihre Stärken liegen und wie sie diese einsetzen können, müssen erst ihre falschen Vorstellungen aufgeben.

Demgegenüber sorgen die Bildungsbegleiter für die Auseinandersetzung mit der Realität: Welche  Berufsvorstellungen lassen sich in der münsterländischen Region umsetzen und wie wichtig ist es, die schulischen Voraussetzungen zu stärken? Junge Menschen ohne Schulabschluss haben die Möglichkeit, im BOZ einen Hauptschulabschlusskurs zu besuchen. Auch wenn das verstärkte Anstrengungen bedeutet, gelingt sehr vielen Jugendlichen der Abschluss auf Anhieb. Sie eröffnen sich weiterführende berufliche und in Einzelfällen auch schulische Perspektiven.

Dass Bäckerlehrling Maik Hölling jetzt fast jeden Morgen um 4 Uhr aufstehen muss, stört ihn nicht: „Ich habe mich schnell dran gewöhnt, brauche auch keinen Wecker mehr. Wenn ich achtzehn bin, darf ich noch früher ´raus.“

Statistik hervorragend

Die Statistik der Verbleibe bestätigt die gute Arbeit von Berufsorientierungszentrum und Kreishandwerkerschaft : 107 Teilnehmende der BV im Nordkreis starten im August in Ausbildungen – das sind  63 % der 168 Teilnehmenden. Die Schule fortführen werden 14, eine Einstiegsqualifizierung im Betrieb machen 15, eine Arbeitsstelle treten 3 Jugendliche an. Den Hauptschulabschluss, der während der BV nachgeholt werden kann, haben ca. 90 % der daran teilnehmenden Jugendlichen bestanden.

 

Die Ahauser Teilnehmenden feierten gemeinsam den erfolgreichen Abschluss der Berufsvorbereitung im BOZ.

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