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comeback50
11.03.2010 > BBS Aktuell

Erfolgreiches Comeback

Mit dem Alter schwinden die Chancen auf dem Arbeitsmarkt - dies gilt umso mehr für Menschen, die schon seit längerer Zeit arbeitslos sind. Um dem entgegenzuwirken, unterstützt die Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) den „Service-Punkt ARBEIT" des Kreises Borken im Rahmen eines regionalen Beschäftigungspaktes. Mit Hilfe des „comeback50-center" in Ahaus hat auch die 54jährige Elisabeth Keitmeier ihr Comeback geschafft.

Das Programm „Perspektive 50 plus“ des Bundesministeriums für Arbeit nutzt vor allem die Gestaltungskraft der beteiligten Regionen zur beruflichen Eingliederung älterer Langzeitarbeitsloser. Diese werden vor Ort individuell beraten, aktiviert, qualifiziert und nach Möglichkeit in Arbeitsverhältnisse vermittelt. Dafür arbeiten Fachleute verschiedener Fachrichtungen zusammen.

 

Neuanfang für erfahrene Kauffrau

 

Zu den insgesamt 320 Männern und Frauen aus dem Kreis Borken, die inzwischen Kontakt zur Initiative „comeback50" aufgenommen haben, gehört auch Elisabeth Keitmeier. Die 54jährige fünffache Mutter suchte nach langjähriger Selbstständigkeit im Familienunternehmen einen beruflichen Neuanfang.

 

„Oft gilt es für uns erst einmal, Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie Fähigkeiten haben, die für Arbeitgeber interessant sind. Sie können viel mehr, als sie sich selbst bewusst sind. Wir decken diese verborgenen Kompetenzen auf", erklärt Katrin Schürmann, Koordinatorin im comeback50-center in Ahaus. Nachdem der erste Kontakt über die Jobscouts zur Firma Expert GmbH gelegt war, bewarb sich Elisabeth Keitmeier bei diesem Unternehmen und überzeugte aufgrund ihrer kaufmännischen Qualifizierung und Verkaufserfahrung.

 

Unternehmen: Ein Glücksgriff

 

Johannes Kuhn, Geschäftsführer der Expert GmbH, stellte die erfahrene Kauffrau bereits nach einer vierwöchigen Praktikumsphase ein. Der Arbeitgeber ist sich über seinen Glücksgriff bewusst: „Wer älter ist, hat mehr Fachwissen und Menschenkenntnis, was im Verkauf sehr wichtig ist. Wir fühlen uns durch Projekte dieser Art bestärkt, weil sie uns eine große Chance geben, mit relativ geringem Aufwand kompetentes Personal zu finden.“

 

Natürlich gebe es Nachholbedarf, was die neuesten Office-Anwendungen und das IT-System der Firma angehe: „Da ist die Lernfähigkeit gefragt, und wir schulen dann hier vor Ort oder wenden uns an Bildungseinrichtungen“. Um den Einstieg so leicht wie möglich zu machen, kümmern sich die Beraterinnen und Arbeitsvermittler des comeback50-Projektes auch nach Arbeitsaufnahme um die Kauffrau. Der Arbeitsvermittler bzw. JobScout besucht das Unternehmen und klärt, ob beispielsweise Qualifizierungsbedarf besteht.

 

comeback50-center Ahaus

 

Der regional ausgerichtete Beschäftigungspakt „Perspektive 50plus“ ist ein Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser. Das „comeback50-center" für den Nordkreis ist in den Räumen des alten Kreishauses Ahaus, Bahnhofstraße 93, angesiedelt und erreichbar über Tel.: 02561 / 899 839 - 22 oder 02561 / 699 - 0. Fragen zu Inhalt und Organisation beantwortet Katrin Schürmann.

 

 

BBS-JobScout Georg Wessels mit Elisabeth Keitmeier und den Expert-Geschäftsführern Johannes Kuhn und Martin Buning (v. links).

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