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Berufsorientierungszentrum
17.05.2010 > BBS Aktuell

Präventive Jugendhilfe

In intensiver Kooperation mit dem Jugendamt arbeitet das Berufsorientierungszentrum Ahaus der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH mit großenteils präventiver Ausrichtung im Jugendhilfebereich. So erhalten in verschiedenen tagesstrukturierenden Angeboten Kinder und Jugendliche, die individueller Unterstützung zur Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen bedürfen, schulergänzende Förderung.

 

Treff am Nachmittag

 

Helmut Hackenfort leitet den Treff am Nachmittag. Hier erhalten bis zu zwölf Jungen im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren, die Probleme in der Schule und im sozialen Umfeld haben, pädagogische Hilfestellung: „Wir geben Halt, indem wir eine verlässliche Alltagsstruktur schaffen, in der verbindliche Regeln gelten.“ Das bedeutet konkret: „Jeden Tag nach dem Mittagessen werden die Hausaufgaben unter Hilfestellung in kleinen Gruppen erledigt. Die sich anschließende Freizeitgestaltung sieht meistens so aus, dass Montags Wunschtag ist, dann gehen wir bei schönem Wetter auch einmal Paddeln. Dienstags machen wir ein Sportprogramm, spielen beispielsweise Fußball, und mittwochs gehen wir gemeinsam in die Werkstatt.“

 

 

BOZ-Mitarbeiter Jörg Kroshoff setzt ergänzend erlebnispädagogische Elemente ein. Der qualifizierte Erlebnispädagoge unternimmt mit den Jugendlichen Trekking-Touren, geht mit ihnen auf das Hochseil oder zu Entdeckungstagen in den Wald. Die Jungen lernen, in Spielen Vertrauen aufzubauen, mehr Zusammenhalt zu finden und über eigene Grenzen zu gehen. Reflexionsrunden unterstützen Jugendliche und Pädagogen dabei, Fortschritte im Verhalten zu erkennen. Auch die Eltern werden in den Entwicklungsprozess einbezogen. Die Pädagogen arbeiten dabei intensiv mit dem Jugendamt, sozialen Einrichtungen und Schulen zusammen.

 

Weitere Unterstützungsangebote 

 

Um je nach Einzelfall möglichst wirksame Hilfen anbieten zu können, realisiert das BOZ in Zusammenarbeit mit dem städtischen Jugendamt neben der Nachmittagsbetreuung auch weitere Angebote. So werden Erziehungsbeistandschaften von pädagogisch ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als individuelle Hilfen übernommen. Des Weiteren bietet das BOZ einmal wöchentlich jeweils bis zu vier Jugendlichen, nach Jungen und Mädchen getrennt, Gruppenunternehmungen zum Aufbau sozialer Kontakte und sinnvoller Freizeitgestaltung an.

 

Ebenso werden in enger Zusammenarbeit mit ihrem sozialen Umfeld Kinder im Grundschulalter durch das BOZ in einer Tagesgruppe, die in einem Einfamilienhaus an der Königsstraße untergebracht ist, nach dem Schulunterricht bis 17:00 Uhr betreut. Diese Kinder kommen aus Familien, die sich in Überforderungssituationen befinden, beispielsweise weil nur ein Elternteil erzieht. BOZ-Leiter Klaus Dittmar zur präventiven Arbeit des BOZ: „Im Laufe der letzten Jahre setzt unsere Arbeit neben der beruflichen Orientierung immer mehr bei der Erziehung an, denn wir stellen fest, dass mehr pädagogische Basisarbeit notwendig wird.“

 

Jugendamt: Probleme früh angehen

 

Wilfried Hollekamp ist beim Jugendamt Ahaus als stellvertretender Fachbereichsleiter zuständig für den allgemeinen sozialen Dienst. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Einleitung erzieherischer Hilfen zur Förderung der Persönlichkeit junger Menschen sowie die Stärkung und Erhaltung der Erziehungskraft der Eltern. Aus den Erfahrungen in der Kooperation mit dem BOZ hebt Wilfried Hollekamp die Werkstattarbeit hervor, die sich sehr positiv auf die Jugendlichen auswirke: „Soziale und individuelle Probleme zeigen sich bei jungen Menschen bereits sehr früh und sie sollten so früh wie möglich angegangen werden. Deswegen setzen wir bereits im Grundschulalter an. Um die pädagogische Arbeit der Schulen zu unterstützen, kooperieren wir entsprechend der individuellen Problematik mit außerschulischen Einrichtungen. Das BOZ realisiert in diesem Bereich ein intensives Hilfsangebot mit sehr hohem Qualitätsstandard.“

 

 

Helmut Hackenfort (hinten rechts) arbeitet intensiv mit den Jugendlichen.  


 

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