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Werte in der Berufsbildung
16.11.2009 > BBS Aktuell

BBS startet Projekt ProEthics

Die Vermittlung von Wertesystemen im Dialog mit den Beschäftigten wird angesichts drängender Themen wie z. B. Korruption und Umgang mit betrieblichem Eigentum immer wichtiger. Auch in der hiesigen Region gewinnt die Diskussion über Werthaltungen als Orientierung für berufliches Handeln zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund koordiniert die Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) das Leonardo-Projekt „ProEthics“, das gemeinsam mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen, transnationalen Partnerorganisationen, Wissenschaftlern, Fachberatern und Sozialpartnern neue Konzepte für das Wertemanagement in der beruflichen Bildung entwickelt und erprobt.

Wertevermittlung als Zukunftsaufgabe

Die BBS unterstützt im Rahmen des Netzwerk Westmünsterland gemeinsam mit dem  Unternehmensverband „Aktive Unternehmen im Westmünsterland“ (aiw) und weiteren regionalen Partnern seit einigen Jahren Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von betrieblichen Leitbildern. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sehen im Hinblick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel eine Zukunftsaufgabe darin, Auszubildende und Nachwuchskräfte in die Unternehmenskultur einzuführen und ihnen die geltenden Werte zu vermitteln. Als modernes Dienstleistungsunternehmen will die BBS die Unternehmen bei der Bewältigung dieser Aufgabe unterstützen. In dieser Funktion wird die Berufsbildungsstätte Westmünsterland im Projekt „ProEthics“ auch am Ausbau und der Verbesserung des eigenen Werte- und Qualitätsmanagements arbeiten. Geplante Instrumente sind u. a. Managementtrainings, eine Ausstellung mit Traineranleitung und ein Medienbaukasten.

Erstes regionales Projekttreffen

Die deutschen Projektverantwortlichen sind Projektmitarbeiter/-innen der BBS, Prof. Dr. Michael Quante, Lehrstuhl ‚Ethik und Praktische Philosophie’ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Privatdozent Dr. Martin Büscher, Institut für Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel sowie Vertreter des Euregio Qualifizierungs- und Technologieforum e. V. Diese trafen sich zu einem ersten intensiven Austausch über konkrete Ziele in Ahaus. Bernhard Könning, Geschäftsführer der BBS, erklärt die Zielsetzung von ProEthics: „Eine werteorientierte Führung ist wichtig für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Um das in der Praxis umzusetzen wollen wir Instrumente entwickeln. Diese basieren auf bestehenden Materialien, die erfolgreich im Rahmen eines anderen Leonardo-Projektes erprobt wurden. Trainings werden gemeinsam mit Führungskräften der Unternehmen und Bildungsinstitutionen diskutiert und durchgeführt.“

Offener Workshop im November

Da das Konzept europaweit entwickelt wird, treffen sich die internationalen Partner aus Ungarn, Irland, Spanien, Finnland und Deutschland in Ahaus. Während der internationalen Arbeitstagung findet am Freitag, dem 27. November, ab 16.00 Uhr auch ein offener Workshop im Ahauser Schloss statt. In der Folgezeit werden Instrumente des Wertemanagements in der Berufsbildung in ganz Europa praxisnah konzipiert und erprobt.

Das europaweite Projekt „ProEthics“ wird im Rahmen des Programms für Lebenslanges Lernen der Generaldirektion Bildung und Kultur mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen, auch bei Interesse an der Teilnahme am Workshop: Berufsbildungsstätte Westmünsterland, Harald Kahlenberg/Marion Hemsing, Tel. 02561/699-572/5.

Die Projektmitarbeiter/-innen Hubertus Voss-Uhlenbrock, Harald Kahlenberg und Marion Hemsing sowie Prof. Dr. Michael Quante, Dr. Martin Büscher und BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning (v.l.n.r.).

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