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Berufsorientierungszentrum
10.09.2009 > BBS Aktuell

Prüfung bestanden!

So macht Schule Spaß – kürzlich erhielten 33 Jugendliche im Berufsorientierungszentrum (BOZ) der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH in Ahaus und Bocholt das Zeugnis über den bestandenen Hauptschulabschluss. Sie gehören zu den rund 350 Jugendlichen im Kreis Borken, die im letzten Jahr an einer von der Agentur für Arbeit Coesfeld geförderten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilgenommen haben. Bereits seit einigen Jahren bietet das BOZ in diesem Rahmen auch die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss - kurz HSA - nachzuholen.

  

Praxis und Schule verbunden

 

Da die jungen Menschen aufgrund individueller Benachteiligungen zum letzten Schuljahr keine Lehrstelle fanden, wurden sie vom BOZ und der Kreishandwerkerschaft auf das Arbeitsleben vorbereitet. Neben Werkstattarbeit und Betriebspraxis wagten sich einige Teilnehmende auch noch einmal an den nicht immer geliebten Schulstoff heran. „Für Viele ist es ein Glücksfall, dass sie hier die Chance für einen Neustart bekommen. Sie können mit einem ordentlichen Abschluss auch gute Kontakte zu Betrieben vorweisen, für die die Kreishandwerkerschaft ein Garant ist. So wird auch der Ausbildungsplatz erreichbar“, weiß BOZ-Leiter Klaus Dittmar.

 

Die Prüfungen wurden von der Bezirksregierung Münster durchgeführt und von Barbara Becker, Schulrätin des Kreises Borken, koordiniert. Sie überreichte den Jugendlichen die Zeugnisse und feierte ihre Verabschiedung gemeinsam mit den Eltern. Stolz sein auf eine „Superleistung“ kann beispielsweise Nele B. aus Ahaus. Nach abgebrochener Schullaufbahn schaffte sie im BOZ den qualifizierten Abschluss mit einer Spitzennote von 1,8. Die Jahrgangsbeste führt den beruflichen Bildungsweg jetzt an einer Höheren Handelsschule weiter.

 

Hürde Hauptschulabschluss

 

Aus den unterschiedlichsten Gründen schaffen Jugendliche den Schulabschluss nicht regulär. HSA-Lehrerin Conny Fischer betont, dass es neben den schulischen Defiziten wichtig ist, Anerkennung zu zeigen und die Eigeninitiative der jungen Menschen zu fördern. Die guten Leistungen der Jugendlichen führt die BOZ-Mitarbeiterin auf die enge Verknüpfung von  praktischer Berufsvorbereitung, sozialpädagogischer Begleitung und Hauptschulabschluss zurück.

 

Rechtsanspruch auf Förderung

 

Was im BOZ seit langem ein freiwilliges und sehr erfolgreiches Angebot ist, wurde kürzlich gesetzlich festgelegt: Jugendliche haben mit den entsprechenden Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf die Förderung des nachträglichen Erwerbs des Hauptschulabschlusses.

 

 

Die BOZ-Jugendlichen in Bocholt freuen sich über die bestandene Prüfung (links: Schulrätin Barbara Becker, rechts: Sabine Schöneich und Ernst Heiming vom BOZ).

 

 

 

 

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