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22.10.2009 > BBS Aktuell

Netzwerk W unterstützt Familienzentren

Eine verlässliche Kinderbetreuung finden und beruflich schnell wieder Fuß fassen – das wünschen sich Frauen beim Wiedereinstieg nach einer Familienphase. Oftmals sind junge Mütter mit den damit verbundenen Schwierigkeiten auf sich allein gestellt – und so hat sich das vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte „Netzwerk Wiedereinstieg“ zum Ziel gesetzt, Aktivitäten regionaler Partnerschaften zur Förderung der Berufsrückkehr zu unterstützen.

Das von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) koordinierte Netzwerk im Kreis Borken will über die Kooperation mit den örtlichen Familienzentren dazu beitragen, Hürden und lange Wege auf dem Weg zum beruflichen Wiedereinstieg abzubauen.

Bestehende Beratungsstrukturen vernetzen

Im eher traditionell geprägten Münsterland werden die Potentiale erwerbsfähiger Frauen bisher wenig genutzt. Viele Mütter nehmen eine mehrjährige berufliche Auszeit und sehen sich danach auf dem Arbeitsmarkt großen Schwierigkeiten gegenüber. Mia Senden koordiniert das projektbezogen arbeitende „Netzwerk W“ gemeinsam mit Sonja Schaten in der BBS. Für sie besteht eines der größten Hindernisse darin, dass Frauen nicht rechtzeitig den Zugang zu wichtigen Informations- und Beratungsmöglichkeiten finden: „Um diesen zu erleichtern, wollen wir die Kooperationen von Stellen vor Ort stärken. Deswegen haben wir angestoßen, mit Hilfe der Familienzentren und Kindertageseinrichtungen im Kreis Borken bestehende Beratungsangebote transparent und leicht zugänglich zu machen.“ Das Netzwerk möchte Frauen den ersten Kontakt zu den entsprechenden Beratungsstellen erleichtern und das Thema „Beruf und Wiedereinstieg“ stärker ins Blickfeld rücken. Es fördert dabei aktiv die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen im Bereich des beruflichen Wiedereinstiegs.

Familienzentren als Anlaufpunkte

„Aufgabe der Familienzentren ist es, über die Kinderbetreuung hinaus, Familien zu stärken. Sie nehmen deswegen auch eine Schlüsselfunktion bei der Vermittlung zwischen Berufsrückkehrerinnen und Beratungsstellen ein“, erklärt Norbert Wiemer, der das Familienbüro im Kreisjugendamt Borken leitet. Seit Einführung des Kinderbildungsgesetzes besteht für Kindertageseinrichtungen die Möglichkeit, sich als „Familienzentrum“ zertifizieren zu lassen. Zu deren Aufgaben gehören u.a. Beratungs- und Bildungsangebote für Kinder, Eltern und Familien. Im Kreis Borken gibt es bislang 42 solcher Zentren, bis 2012 sollen es 76 werden.
Ab November werden in Kooperation mit den jeweiligen Jugendämtern Informationsveranstaltungen für die Familienzentren und Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Ergänzende Poster und Handzettel geben Auskunft darüber, an welche Ansprechpartner/innen sich Frauen mit Fragen zur Kinderbetreuung, Weiterbildung oder Vereinbarkeit von Beruf und Familie wenden können.

Ein starkes Kooperationsnetz

Das vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW geförderte Projekt kann im Münsterland auf eine starke Kerngruppe von Projektpartnern zurückgreifen, die sich durch besondere Kompetenzen in der beruflichen Beratung und in Fragen der Gleichstellung auszeichnen: Dazu gehören die Agentur für Arbeit Coesfeld, das Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken, der Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken, das Netzwerk Westmünsterland, das Lokale Bündnis für Familie Ahaus, das DRK – gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Bildung im Kreis Borken, die Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Stadt Bocholt mbH (EWIBO). sowie neben dem Kreisjugendamt, die Jugendämter der Städte Ahaus, Gronau und Borken.

Partner im Netzwerk W im Kreis Borken (von links): V. Droste (Netzwerk Westmünsterland e.V.), W. Schlagheck (Jugendamt Stadt Borken), A. Bosch (Service-Punkt ARBEIT, Gronau), H. Stegemann (Jugendamt Stadt Ahaus), S. Schaten (Lokales Bündnis für Familie Ahaus), B. Amshoff (Jugendamt Stadt Gronau), C. Büning (DRK – SABgGmbH), M. Senden (BBS) N. Wiemer (Kreisjugendamt Borken).

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