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Girls´ Day
23.04.2009 > BBS Aktuell

Alternativen zu Frauenberufen

Immer noch entscheiden sich viele junge Frauen für einen „typisch weiblichen“ Ausbildungsberuf wie Arzthelferin, Bürokauffrau oder Verkäuferin, ohne sich ausreichend über Alternativen zu informieren. Dass ihre Fähigkeiten viel breiter gefächert sind, können Mädchen in unterschiedlichen Angeboten und beim Girls´ Day in der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) entdecken.

 

Auch beim diesjährigen „Mädchen - Zukunftstag“ haben Mädchen mit Hilfe von Ausbildern und Ausbilderinnen erste Eindrücke aus dem Berufsalltag einer KFZ-Mechanikerin, Elektrikerin, Maler- und Lackiererin oder einer Maurerin gesammelt.

 

Wie man einen Reifen wechselt, Stromkreise schließt oder ein Schweißgerät bedient, zeigten die Meisterinnen und Meister in der Bildungsstätte. Sie probierten ihre Fähigkeiten in einer der vielen BBS-Werkstätten aus, in den Bereichen Holz-, Elektro- oder Bautechnik, Metallbearbeitung, Kfz, Informationstechnologien, Farbe/Raumgestaltung sowie Heizung/Sanitär/Klima und Kunststofftechnik.

 

Genderorientierte Hilfen zur Berufswahl

 

Nicht nur am Girls´ Day gibt es in der BBS geschlechtsspezifische Angebote - auch in umfassenden Workshops wird diese Art der Berufswahlorientierung in Kooperation mit den hiesigen Schulen angeboten. Die mehrtägigen Workshops sind an Mädchen ab der achten Klasse gerichtet, die sich mit ausbildungsrelevanten Themen wie Anforderungen in den einzelnen Berufen, Zugangsvoraussetzungen, Verdienst oder Stellensuche auseinandersetzen wollen.

 

„Der Girls´Day ist eher als ein Schnupper-Tag gedacht, um einen ersten Impuls zu geben und zu zeigen, wie viele Möglichkeiten es gibt. In unseren breiter angelegten Workshops erkunden junge Frauen unterschiedliche Arbeitsfelder über einen längeren Zeitraum und entdecken Fähigkeiten, die sie sich vorher nicht zutrauten. Sie sehen, dass sie sehr erfolgreich in handwerklichen und technischen Bereichen arbeiten können“, weiß BBS-Mitarbeiterin Christine Menker. Sie stellt immer wieder fest, dass die Unsicherheit junger Frauen über ihre eigenen Fähigkeiten groß ist, obwohl diese beste Voraussetzungen für die Bereiche Naturwissenschaften, Technik, Informationstechnik und Handwerk mitbringen. Die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen wie der BBS und Schulen erhält dabei einen immer größer werdenden Stellenwert.

 

 

 

Weitere Informationen zum bundesweiten Aktionstag unter http://www.girlsday.de/.

 

 

Hintergrund: Bei Ausbildungssuche benachteiligt

 

Durch ihre starke Ausrichtung auf den Dienstleistungsbereich sind weibliche Ausbildungssuchende gegenüber ihren männlichen Mitbewerbern benachteiligt. Viele Mädchen konzentrieren sich auf Ausbildungsberufe wie Arzt- und Zahnarzthelferin, Friseurin, Kauffrau im Einzelhandel oder Hotelfachfrau. Charakteristisch für diese Berufe ist, dass zwar eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen zur Verfügung steht, aber nach der Ausbildung nicht genügend Vollarbeitsplätze angeboten werden.

 

Die Benachteiligung der jungen Frauen ist vor allem daran festzumachen, dass laut Berufsbildungsbericht des Bundes Mädchen trotz besserer schulischer Vorbildung seltener eine Ausbildungsstelle finden als ihre männlichen Altersgenossen. Der Ansatz, Mädchen bei der Einmündung in eine handwerkliche oder technische Ausbildung zu unterstützen, kommt der heimischen Wirtschaft zu gute und wirkt dem Fachkräftemangel in den regionalen Betrieben entgegen.

 

 


 

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