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Berufsorientierungszentrum
07.05.2012 > BBS Aktuell

Männlicher Nachwuchs für soziale Berufe

Aufgrund gesellschaftlicher Leitbilder beschränken sich Mädchen und Jungen nach wie vor auf nur wenige Berufe. Während Schülerinnen sich eher für dienstleistende und sozial-pflegerische Berufe interessieren, entscheiden sich Schüler eher für gewerblich- technische Berufsfelder. Um weitere Möglichkeiten für ihre Berufswahl kennenzulernen, besuchten Achtklässler der Ahauser Franziskus-Hauptschule am Boys Day den Hauswirtschaftsbereich des Berufsorientierungszentrums und die Kindertagesstätte der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS).

Jungen-Zukunftstag

Obwohl Jungen und Mädchen vielfältige Interessen und Kompetenzen haben, findet ihre Berufswahl und Lebensplanung häufig dennoch nur innerhalb eines tradierten Spektrums statt. Parallel zum alljährlichen Girls Day findet deswegen der Boys Day – Jungen-Zukunftstag  - statt. Die BBS bietet seit 2007 Mädchen und Jungen die Möglichkeit, in den eigenen Lehrwerkstätten und der Kindertagesstätte in geschlechtsuntypische Berufe hinein zu schnuppern.
In der Produktionsküche des Ahauser Berufsorientierungszentrums der BBS erhielten die 14 Schüler der Ahauser Franziskus-Hauptschule zuerst einen Einblick in die Nahrungszubereitung. Unter der Anleitung von Pädagogin Beate Kemmerling gab es im Anschluss eine kleine Übung zur Servietten-Falt-Technik, um den Hauspflegebereich kennen zu lernen. Im Anschluss daran gingen die Schüler in die Kindertagesstätte Regenbogenland der BBS, um sich einen Einblick in Erziehungsberufe zu verschaffen. „Die Jungen konnten so praxisnah zwei ihnen völlig unbekannte Berufe kennenlernen“, sagt BOZ-Pädagogin Beate Kemmerling, „wir wollten den Schülern durch eigene Erfahrung vermitteln, welche Aufgabenbereiche der Erzieher- oder Hauswirtschaftsberuf beinhaltet.“

Nachwuchskräfte für soziale Berufe

Männlicher Nachwuchs ist willkommen, doch nach wie vor ist der Anteil an männlichen Auszubildenden zum Erzieher mit 9 % gering. In der Hauswirtschaft finden sich nur 5 % männliche Auszubildende. „Gerade in den Berufsfeldern Hauswirtschaft und Erziehung brauchen wir mehr männliche Fachkräfte und Bezugspersonen. In Kindergärten fehlen männliche Vorbilder. Zudem gibt es aufgrund der demografischen Entwicklung einen immer höheren Bedarf an Nachwuchskräften“, betont BOZ-Leiter Norbert Buß den dringenden Handlungsbedarf, mehr Jungs in bisher für sie unbekannte Berufe zu bringen.


Beate Kemmerling mit den Jungs der Franziskus-Hauptschule.


 

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