Austauschtreffen über die "Ausbildungswege"

Zu einem Austauschtreffen kamen jetzt die Beteiligten an der Maßnahme „Ausbildungswege NRW Arbeitsagenturbezirk Coesfeld“ im Schloss Ahaus zusammen. Das Programm wird im Agenturbezirk mit 2,25 Stellen durch Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) sowie mit 1,75 Stellen durch die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (GEBA) umgesetzt, die zusammen als Trägerverbund auftreten. Dabei übernimmt die BBS die Koordination des Programms. Zweimal jährlich werden alle beteiligten Institutionen über den Status quo sowie den Umsetzungsstand informiert. Im Rahmen dieser Treffen wird unter anderem ein Überblick über die Anzahl der Teilnehmenden gegeben, die durch das Programm in eine Ausbildung vermittelt werden konnten. Ebenso werden die Themen beleuchtet, die die jungen Menschen mitbringen.
So waren dieses Mal Mitarbeiter*innen des Ministeriums Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) der Regionalagentur Münsterland, der G.I.B, der Jobcenter Kreis Borken und Kreis Coesfeld, der Agentur für Arbeit/Agenturbezirk Coesfeld, der Handwerkskammer, der Kommunalen Koordinierungsstelle des Bildungsbüros Kreis Borken sowie Mitarbeiter*innen der BBS und der GEBA am Tagungsort in Ahaus präsent.
Seit Beginn des Programms haben BBS und GEBA insgesamt 271 Teilnehmende beraten und 47 von ihnen erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt. Das Programm richtet sich an zwei Zielgruppen: Zum einen an unversorgte junge Menschen, die durch die Agentur für Arbeit vermittelt werden, und zum anderen an Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs, die Ausbildungsvorbereitungsklassen sowie Berufsfachschulklassen 1 und 2 besuchen.
Das Projekt Ausbildungswege stützt sich auf drei Säulen: die unversorgten jungen Menschen, den Übergangssektor und dann noch die trägergestützte Ausbildung. Bisher hat der Trägerverbund keinen Bedarf an der trägergestützten Ausbildung festgestellt. Was aber eher daran liegen kann, dass auch keine Betriebe gefunden wurden, die für diese Art der Maßnahme in Frage kommen – also eher kleine Familienunternehmen, die Aufgrund der Kosten eine Ausbildung bislang nicht unbedingt in Betracht ziehen.
Bei der trägergestützten Ausbildung unterstützt die Agentur für Arbeit die ersten 11 Monate finanziell und der Betrieb ist dadurch entlastet. Der finanzielle Anreiz wird deshalb geschaffen, um Jugendliche, die eher schwierig zu vermitteln sind, mit einem kleinen Betrieb zusammenzubringen.
Die unversorgten jungen Menschen kommen vor allem über die Agentur für Arbeit in das Projekt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich direkt mit der BBS in Verbindung zu setzen. Ansprechpartnerin ist Dipl. Soz. Päd. Barbara Grothues, Koordination für Berufswahlorientierung/ Ausbildungswege NRW.
Und nicht zuletzt sind auch Unternehmen angesprochen, die sich eine trägergestützte Ausbildung vorstellen können. Auch sie können zur Klärung von Fragen mit Barbara Grothues Kontakt aufnehmen: Telefon: 02561 699-306, Mobil: 0159 0429 7724 oder per Mail an
