Bansky-Werk empfängt jetzt die Besucher im BOZ

Der Mann - ganz in Schwarz - unter einem Schirm, auf den farbenfroh der Regen herunter prasselt. Daneben ein Mädchen in Rot, das das nasse Element fröhlich und ohne Schutz zu genießen scheint. Ein Schablonen-Graffiti von Bansky haben acht junge Menschen im Rahmen der Jugendhilfe beim Berufsorientierungszentrum (BOZ) der BBS nun großformatig im Foyer des Hauses auf die Wand gebracht. Unter der Obhut von Werkanleiter Ralf Beyer haben sich die Teilnehmenden für dieses Motiv des mysterischen Briten entschieden, um es dann in eigener Interpretation in Szene zu setzen.

„Die Bilder Banskys, der unter einem Pseudonym arbeitet, sind provokante wie aber auch poetische Werke, die urheberrechtlich nicht geschützt sind“, erläutert Ralf Beyer die Motivwahl. Mithilfe von medizinischen Spritzen als Werkzeug wurde der bunte „Regen“ auf den Untergrund gebracht, damit er von oben herablaufen konnte. Damit die Farbverläufe sich allerdings nicht unendlich ihren eigenen Weg suchen, wurden die Freiflächen darunter abgedeckt, um Mann und Mädchen entsprechend gestalten zu können.

Aufgegangen ist dabei nicht nur die kreative Herausforderung, sondern auch der pädagogische Ansatz. Ralf Beyer: „Die Teilnehmenden haben bei der Umsetzung des handwerklichen Angebotes, das von einer Psychologin und einer Sozialpädagogin begleitet wurde, sehr kleinschrittig arbeiten müssen. Das setzte eine gewisse Struktur voraus, die sie dabei geübt oder zum Teil auch erlernt haben.“ Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Der Werkanleiter: „Die jungen Menschen haben für ihr Kunstwerk viel Anerkennung erfahren und so feststellen können, dass sie mit ihrem Einsatz gesehen werden. Daran, dass sie Lob und Anerkennung erfahren haben, sind sie erkennbar gewachsen. Das sind Voraussetzungen, die sie sicherlich für ihr weiteres Leben prägen.“

Das Kunstwerk ist übrigens dauerhaft im BOZ-Foyer die besichtigen.