BOZ: Mit gemeinsamer Kraft ab in den Garten

Vorsichtig ragen an vielen Stellen schon die ersten Spitzen der Frühlingsblüher aus der Erde. Die vorherrschenden trüben Tage allerdings lassen noch wenig Lust auf Gartenarbeit aufkommen. Doch richtet sich der grüne Daumen nicht unbedingt nach Wetterereignissen wie Dauerregen und Sturm: Auf der Scholle gibt es schließlich immer etwas zu tun. Das gilt auch für das Gartenprojekt des Berufsorientierungszentrums (BOZ).

Beim BOZ hatten sich vor rund drei Jahren zwei Gruppen gebildet, die ihren Blick auf das Außengelände richten wollten, um dort ein wenig Verschönerungsarbeit zu leisten. „Der Jugendrat hatte seinerzeit festgestellt, dass es sowohl am Hof als auch am verwilderten Gartengelände einiges zu tun gäbe, um diese Bereiche attraktiver zu gestalten“, berichtet Sozialpädagogin Klaudia Stornowski. Den ersten Überlegungen sind längst Taten gefolgt.

Zehn junge Menschen kümmern sich unter Begleitung der Sozialpädagogin sowie durch den Werkanleiter Thorsten Thiemann seitdem regelmäßig wöchentlich um anstehende Arbeiten. Aktuell werden beispielsweise Hochbeete erstellt. Zwei davon sind fertig, ein drittes befindet sich in der „Endphase“. Ziel sei eine Gartengestaltung, die zum Verweilen einlade und die man im Sommer beispielsweise auch mal für Gruppenstunden im Freien nutzen könne, erklärt Klaudia Stornowski.

Natürlich steckt hinter dem Projekt auch ein pädagogischer Ansatz: „Bei der Gartenarbeit sind schnell Ergebnisse erkennbar. Und auch die Themen Klimakunde und Umweltschutz fließen hier mit ins Maßnahmenkonzept ein“, so die BOZ-Mitarbeiterin.

Für Ende Februar und im März sind schon jetzt zwei komplette Gartenprojektwochen eingeplant, bei denen beispielsweise ein Komposthaufen und Gartenwege neu angelegt werden sollen.

Der größte Wunsch der jungen Naturfreunde ist es, den einstigen Teich (Foto) auf dem Grundstück zu reaktivieren. Klaudia Stornowski: „Der ist mit 336 Quadratmetern schon recht imposant.“ Entsprechende Gartengeräte müssten für die Neugestaltung ausgeliehen werden und auch die erforderliche Teichfolie, die in dieser Größe nicht ‚von der Stange‘ erhältlich ist, wäre teuer.

Die Gruppe beteiligt sich deshalb an dem Sponsoring „Projekte unterstützen“ der Lokalwerke GmbH Ahaus. Hier kann jeder bis zum 29. Februar seine Stimme für das BOZ-Gartenprojekt abgeben. Je mehr Stimmen, umso höher ist die Chance, ein Preisgeld zu gewinnen. Noch ist bei der Beteiligung einige Luft nach oben! Wer noch mitmachen möchte, hat dazu die Gelegenheit unter

https://region-bewegen.de/lokalwerke/gallery/

Am 18. April wird die Gartengruppe zudem im Rahmen eines Fortbildungstages ein Unternehmen in Rees besuchen, das sich auf Teiche und deren Anlage mit Gartenfolie spezialisiert hat. Außerdem wird das Gartenprojekt in nächster Zeit einen „offenen Nachmittag des Gartens“ veranstalten, zu dem natürlich alle Interessentinnen und Interessenten herzlich eingeladen sind. Ein genauer Termin dazu wird noch bekannt gegeben.