Coaching-Konferenz: Diskussion mit Minister Laumann

Im Rahmen der landesweiten Coaching-Konferenz des Programms „Ausbildungswege NRW“ lud die G.I.B. (Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH) am 22. Mai alle im Programm tätigen Übergangslotsinnen, Übergangslotsen sowie Coaches nach Essen in das Hotel Weber ein. Das Programm ist Teil der Fachkräfteoffensive Nordrhein-Westfalen und wird landesweit von rund 400 Übergangslotsinnen, Übergangslotsen und Coaches verschiedener Träger umgesetzt. Rund 170 Fachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen an der Veranstaltung teil. Die Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) war mit vier Mitarbeitenden vertreten.

Die Konferenz stand ganz im Zeichen der Halbzeitbilanz des Programms, dessen aktuelle Förderperiode von Januar 2025 bis Dezember 2027 läuft. Ziel der Veranstaltung war es, die bisherigen Erfolge des Projekts sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und die Vernetzung der Fachkräfte aus den unterschiedlichen Regionen Nordrhein-Westfalens zu stärken.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war das Grußwort von NRW-Gesundheits- und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. In seiner Ansprache zeigte er sich mit dem bisherigen Verlauf des Programms äußerst zufrieden und würdigte die Arbeit der Übergangslotsinnen, Übergangslotsen und Coaches als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Nordrhein-Westfalen. Im Anschluss nahm der Minister an einer Podiumsdiskussion teil und stand den Teilnehmenden für einen offenen Austausch zur Verfügung.

Am Vormittag gaben Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) sowie verschiedener Trägerorganisationen einen Überblick über die bisherigen Entwicklungen des Programms. Darüber hinaus wurden erfolgreiche Praxisbeispiele aus dem Beratungs- und Coachingalltag vorgestellt, die verdeutlichten, wie junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf unterstützt werden können.

Nach der Mittagspause standen verschiedene Workshops auf dem Programm, die den fachlichen Austausch unter den Teilnehmenden förderten. Einen dieser Workshops gestaltete auf Wunsch der G.I.B. das Team der BBS. Unter dem Titel „Welche Zugänge helfen Jugendlichen, berufliche Orientierung zu entwickeln?“ diskutierten die Teilnehmenden über eine Herausforderung, die in der täglichen Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt: Immer mehr Jugendliche verfügen über keine konkrete berufliche Vorstellung und haben Schwierigkeiten, ihre eigenen Stärken und Interessen einzuschätzen. Dadurch gestaltet sich die Suche nach einem passenden Ausbildungsberuf und Ausbildungsplatz oftmals komplex und zeitaufwendig.

Der Workshop bot Raum für einen intensiven Austausch über bewährte Methoden, Erfahrungen und neue Ansätze zur beruflichen Orientierung. Das große Interesse der Teilnehmenden und die lebhafte Diskussion zeigten, dass dieses Thema viele Fachkräfte beschäftigt. Die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse des Workshops wurden anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert.