BBS-KiTas sollen Familienzentren werden

Das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht: Der Rat der Stadt Ahaus hat auf seiner Sitzung am 27. Mai in der Stadthalle dafür ausgesprochen, die BBS-Kindertageseinrichtungen „Abenteuerland“ und „Regenbogenland“ zu Familienzentren für das Kindergartenjahr 2020/2021 zu erweitern.

Mit Erlass des NRW-Familienministeriums vom 4. März des Jahres wurde der Stadt Ahaus für das kommende Kindergartenjahr erstmals seit 2014 ein weiteres Kontingent zum Ausbau eines Familienzentrums zugewiesen. Kriterien zur Benennung sind unter anderem die Anzahl der Kinder, deren Eltern aufgrund des geringen Einkommens nach der Elternbeitragssatzung der Stadt Ahaus von der Zahlung eben dieses Beitrages freigestellt sind sowie auch die Anzahl der Kinder in Familien, in denen vorrangig eine nicht deutsche Sprache gesprochen wird. Beide Kriterien bieten Aussagen zum Armutsrisiko von Familien und entsprechen den Empfehlungen des Ministeriums, führt die Verwaltung in der entsprechenden Ratsvorlage an.

Familienzentren haben zum Ziel, Eltern, Kindern und Familien unterschiedliche Angebote zur leicht zugänglichen Förderung und Unterstützung anzubieten. Angegliedert sind Familienzentren an Kindertagesstätten. Von dort aus sollen sie als Netzwerk die Bereiche Bildung, Erziehung, Betreuung, Beratung sowie auch Hilfen zusammenführen. Um ihre Wirkung im Sozialraum zu entfalten, sollten Familienzentren per Definition zentraler Bestandteil der kommunalen Kinder- und Jugendhilfeplanung sein.

Claudia Klinker, als Bereichsleiterin FbW bei der BBS auch zuständig für die Kindertagesstätten, zeigte sich sehr erfreut über die Zustimmung der Ratsmitglieder: „Das bedeutet für uns eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. Vieles, das als Voraussetzung für die Ernennung eines Familienzentrums gilt, wird sowohl im Regenbogenland als auch im Abenteuerland bereits umgesetzt.“ Beispielhaft nannte sie dazu die Elternarbeit als auch die interkulturellen Kompetenzen beider Einrichtungen. So werde in den KiTas unter anderem auch in der kurdischen, polnischen und türkischen Sprache kommuniziert.