Bernhard Könning geht in den Ruhestand

„Ich kann mir die BBS ohne Sie gar nicht vorstellen“, erklärte Landrat Dr. Kai Zwicker bei seinem Abschiedsbesuch in Ahaus. Nach 28 Jahren geht dort Bernhard Könning als Geschäftsführer der Berufsbildungsstätte Westmünsterland zum Jahresende in den Ruhestand. „Mir bietet dies die Gelegenheit, Ihnen sowohl im Namen des Kreises Borken als auch persönlich ganz herzlich für Ihr erfolgreiches Wirken im Dienste der Nachwuchsqualifizierung und Weiterbildung für unsere heimischen Industrie- und Handwerksbetriebe zu danken. Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Beharrlichkeit, auch in mitunter stürmischen Zeiten einen klaren Kurs zu halten. Unter Ihrer Leitung hat sich die BBS zu einer breit aufgestellten, modernen Bildungseinrichtung für die Bedürfnisse der Wirtschaft im Westmünsterland entwickelt“, lobte Dr. Kai Zwicker. Und er meinte weiter: „Sie hinterlassen ein gut bestelltes Haus, so dass Sie nun mit Zufriedenheit den Blick nach vorne auf Ihren in Kürze beginnenden neuen Lebensabschnitt richten können. Ich könnte mir vorstellen, es wird ein „Unruhestand“, aber sicherlich mit deutlich mehr Freizeit und Muße als bisher. Hierfür wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, vor allem natürlich Gesundheit.“

Worte, denen sich auch Karola Voß in ihrer Funktion als Bürgermeisterin der Stadt Ahaus sowie Günther Kremer als Kreishandwerksmeister des Kreises Borken anschlossen.

Corona-bedingt waren alle geplanten größeren Abschiedsfeiern zuvor abgesagt worden – nur in ganz kleinem Kreis und natürlich unter Einhaltung aller Abstands- und Hygienevorschriften konnte Bernhard Könning nach fast drei Jahrzehnten in dem Geschäftsführer-Amt das berufliche Buch schließen.

Gestartet war der Stadtlohner nach seinem BWL-Studium in Münster zunächst bei der Akademie Klausenhof. Zwölf Jahre hatte er dort Aufgaben als pädagogischer Mitarbeiter wahrgenommen. Später wurde er mehr und mehr in administrativer Funktion in die Verantwortung genommen, bevor er mit 37 Jahren als Geschäftsführer zur Berufsbildungsstätte Westmünsterland nach Ahaus wechselte.

Es war kein leichter Start auf neuem Parkett – und es kamen in den Jahren noch so einige Maßnahmen auf Bernhard Könning zu: der Umbau des Schlosses Ahaus, der Neubau des Lehrbauhofes, der Neubau des Berufsorientierungs-Zentrums (BOZ) oder die Modernisierungsmaßnahmen am Haupthaus - um nur einige beispielhaft zu nennen.

„Die Bildungsangebote und Konzepte waren ständig einem Wandel unterworfen, immer galt es, sich auf ändernde Märkte und Zielgruppen einzustellen. Die letzten Jahre waren dann sehr stark geprägt von den Herausforderungen der Digitalisierung und in diesem Jahr kam noch die Corona-Pandemie hinzu. Es war eigentlich immer eine sehr intensive Zeit. Dies alles zu meistern, gelang nur mit einem hervorragendem Team. Insoweit war ich immer stolz auf die BBS-Belegschaft, die sich mit Engagement und viel Herzblut für die Teilnehmenden einsetzt“, lobt Könning an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich. Ein Bildungshaus wie die BBS lebe davon, dass es von Mitarbeitenden getragen werde, die sich oft auch über das normale Maß hinaus engagierten. Das habe ihm seine Arbeit sehr erleichtert: „Mein aufrichtiger Dank geht deshalb an jeden Einzelnen!“

Foto:

Der scheidende BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning (2.v.re.) wurde von Landrat Dr. Kai Zwicker (li.), der Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß (2.v.li.) und Kreishandwerksmeister Günther Kremer (re) verabschiedet.