„Wir unterstützen nicht nur die Menschen dabei, sich hier einzuleben, sondern wir tun mit unserem Engagement auch etwas für uns selbst: Wir haben eine Aufgabe, die uns erfüllt und uns Spaß macht.“ So unterschiedlich wie Carla Bisping (Foto links), Ursula Beyer (Foto Mitte) und Barbara Hoffmann (Foto rechts) in ihrer Persönlichkeit und ihren Ansichten auch sein mögen – in diesem Punkt sind sie sich einig. Seit gut einem Jahr sind die drei Damen regelmäßig zu Gast im Soziallädchen. Die eine wöchentlich, die andere alle zwei Wochen, die dritte so, wie es ihr privates Zeitkontingent zulässt. Dennoch: Sie alle drei erscheinen regelmäßig, um mit den jungen Geflüchteten individuell das Lesen, Schreiben und die Sprache zu üben. „Nicht nur die Atmosphäre hier beim Soziallädchen-Team ist sehr gut“, lobt Carla Bisping, „auch das Miteinander und die Motivation der Geflüchteten sorgen für ein angenehmes Umfeld.“

Kontakt mit Menschen verschiedener Herkunft, der Abbau von Vorurteilen oder auch das Gefühl, etwas Sinnvolles und Nützliches zu tun, sind weitere Beweggründe der Frauen, von denen Carla Bisping (66) früher als Hauptschullehrerin, Ursula Beyer (75) als Sozialpädagogin und Barbara Hoffmann (72) als Buchhändlerin gearbeitet haben. „Vielfach verfügen die Deutschkurse gar nicht über die zeitlichen Kapazitäten, um auch auf den individuellen Förderbedarf einzugehen“, meint Barbara Hoffmann: „Das holen wir dann hier nach und unterstützen in Kleingruppen beispielsweise auch bei Fragen zu Alltagssituationen.“

„Der Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe im Soziallädchen geht aber weit über den Sprachunterricht hinaus“, betont Sozialpädagogin Anna Fleer, die gemeinsam mit Marina Butzert für die BBS dort die jungen Migranten betreut. „Weitere Helferinnen und Helfer wären deshalb herzlich willkommen.“ Ob es nun eine, zwei oder drei Stunden in der Woche sind, ob jemand nur alle vierzehn Tage oder einmal im Monat etwas Zeit aufbringen kann – „wichtig ist ausschließlich eine Regelmäßigkeit. Denn die jungen Leute hier freuen sich darauf, die verschiedenen Angebote wahrnehmen zu können“, weiß Anna Fleer. Dabei muss es nicht nur der Sprachunterricht sein: Willkommen sind auch Ehrenamtliche, die mit den Geflüchteten basteln, werkeln oder Sport treiben wollen.

Ansprechpartnerinnen im Soziallädchen im „Haus der Integration“, Hindenburgallee 32, sind Anna Fleer oder Marina Butzert, Tel.: 02561 / 4486223.