Exklusive Domizile für tierische Untermieter

In diesen exklusiven und individuellen Unterkünften werden die zukünftigen Bewohner garantiert ihre Stacheln nicht ausfahren – zumal sie sich hier mietfrei ins gemachte Nest setzen dürfen. Bei der nunmehr dritten Kooperation zwischen der Holzausbildungswerkstatt des Berufsorientierungszentrums (BOZ) und dem Jugendwerk Ahaus stand jetzt in den Herbstferien der Bau von Igelhäusern auf der Agenda. 72 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren hatten sich dazu als Nachwuchshandwerker angemeldet.

Die Montage der Ein-Raum-Domizile war von der Ausbildungswerkstatt der Fachpraktiker für Holzverarbeitung unter Anleitung der Ausbildungsmeister Markus Volkery und Gert Steverding so vorbereitet worden, dass auch jüngere Kinder die Endmontage (ab und zu mit ein wenig Unterstützung) bewerkstelligen konnten.

Für die angehenden Fachpraktiker beim BOZ wurden durch die Serienfertigung der Igelhäuser die Maschinenkenntnisse vertieft, zudem diente sie als zusätzliche Vorbereitung auf das zukünftige Arbeitsleben. Klara Hölscher vom Jugendwerk Ahaus lobte: „Die Unterstützung durch die Auszubildenden des BOZ ist sehr gut. Die Jugendlichen leiten die Kinder gut an und binden sie hervorragend in den Arbeitsprozess ein. Sie nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem handwerklichen Weg mit hohen Engagement mit.“

Auch Uwe Hülsmann, Bildungsbegleiter im BOZ, unterstreicht die positiven Aspekte der Zusammenarbeit: „Durch den Rollentausch lernen die Auszubildenden Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit. Des Weiteren können sie dadurch Schwellenängste abbauen. Natürlich kommt der Spaß nicht zu kurz, da das Arbeiten mit den Kindern eine willkommene Ablenkung im gewöhnlichen Alltag darstellt. Unsere Jugendlichen fühlten sich speziell bei dieser Aktion von den Kindern ebenso wie von den Mitarbeitenden des Jugendwerkes wertgeschätzt.“