Fortbildung zur Kundendienstfachkraft

Die Corona-Pandemie hat auch in der Berufsbildungsstätte in den vergangenen Wochen viele Planungen durcheinander gewirbelt, dabei Seminare und Unterrichtsstunden zum Teil ausfallen lassen.
Dennoch waren viele der Mitarbeitenden erfinderisch, wenn es darum ging, laufende Kurse, Schulungen oder Fortbildungen doch noch zu retten. Online-Angebote oder Webinare wurden zu einer Alternative zum Präsenzunterricht.

So hat auch Maik Demes, Ausbilder im SHK-Bereich, den Kursus zur Kundendienstfachkraft für feuerungs- und regelungstechnische Heizungsanlagen mit den Themen Einstellung, Fehlersuche, Abgasmessung und Protokollierung kurzerhand „zweigleisig“ abgehalten.

Insgesamt hatten die Teilnehmenden 200 Stunden (50 mit Schwerpunkt Elektro, 150 mit Schwerpunkt SHK-Technik) gebucht. Praktisches Arbeiten, Fehler diagnostizieren sowie der Erfahrungsaustausch standen dabei im Fokus nach dem Start Ende letzten Jahres.

„Als es dann durch die Corona-Pandemie zum Lockdown kam, konnten wir einen Stundenausfall vermeiden, indem wir online weiter Kontakt gehalten haben“, lobt Maik Demes auch die Flexibilität und Bereitschaft zur Mitarbeit aller Teilnehmenden.

„Ich habe die zu vermittelnden Lehrinhalte als Webinare aufbereitet und Übungsaufgaben digital bereit gestellt, um den Informationsfluss nicht zu unterbrechen“, erzählt der BBS-Mitarbeiter. In regelmäßigen Abständen gab es zudem Videokonferenzen, bei denen aktuelle Themen ebenso besprochen wurden wie Fragen zu prüfungsrelevaten Elementen wie Abgasmessung, hydraulischer Abgleich oder Pumpenauslegung. „Des weiteren habe ich einen Fragenkatalog zusammengestellt, den die Teilnehmenden bearbeiten konnten sowie mir ein Quiz ausgedacht, das das spielerische Lernen unterstützt hat“, berichtet Demes.
Die Prüfung stand dann Anfang Juni auf dem Plan. Nach der einstündigen theoretischen Abfrage ging es weiter mit zwei zehnminütigen Fachgesprächen. Der beste Teilnehmer hat schriftlich 88 Prozent und in der praktischen Prüfung 98 Prozent der möglichen Punkte erreicht. In Noten ausgedrückt reichte das Beurteilungsspektrum von einer 1 (sehr gut) bis hin zu einer 4- (gerade noch ausreichend).

„Der Kurs hat - so lautete jedenfalls die Rückmeldung - allen Beteiligten Spaß gemacht. Trotz der besonderen Situation, die sicherlich an manchen Stellen eine Herausforderung war.“